Chapter 1: Die unerwünschte Ankunft

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Part 1

🏘️ **Meine Stieftochter zog in mein Zuhause ein und nannte mich eine Schmarotzerin – sie wusste nicht, dass ich die wahre Erbin der Ländereien war.**

Ich hatte dem Bruder Konstantin, dem Führer der “Söhne des Lichts”, nur zugestimmt, sein Haus zu meinem Zuhause zu machen.

Eine Woche später, um 23 Uhr, stand seine leibliche Tochter Klara mit ihrem verschuldeten Mann Benno vor meiner Tür. Sie zog einfach ein und forderte, ich solle ihr als “Schmarotzerin” die Wäsche waschen.

Ihre Anwesenheit löste eine Reihe von Ereignissen aus, die mein verstecktes Erbe und die wahre Machtstruktur der Gemeinschaft enthüllten. Ich sagte nichts. Nicht sofort.

An jenem Abend, als Klara und Benno ihre vollen Koffer in den Flur warfen, fühlte ich eine Kälte, die nichts mit der späten Stunde zu tun hatte. Klara stand mit verschränkten Armen vor mir, ihr Blick huschte über mein einfaches Gemeindekleid.

“Du siehst aus, als würdest du hier nur herumsitzen und nichts tun”, sagte sie herablassend. “Als neue Frau des Bruders Konstantin hast du ja anscheinend viel Freizeit. Dann kannst du uns die Wäsche waschen, Schmarotzerin.”

Ich blinzelte und schluckte den Kloß in meinem Hals hinunter. Es war kaum eine Stunde vergangen, seit sie hier aufgetaucht waren, und Klara hatte bereits ihren Anspruch geltend gemacht. Benno stand schweigend neben ihr, sein Blick wich meinem aus.

Die Tage, die folgten, wurden zu einer zermürbenden Probe. Klara und Benno begannen sofort, Konstantins Gehör zu suchen. Sie sprachen immer wieder von meiner “rätselhaften” Vergangenheit, deuteten an, ich hätte in der Welt außerhalb der Gemeinschaft “unwürdiges” Verhalten an den Tag gelegt.

“Sie verschwindet oft, Vater”, sagte Klara eines Nachmittags zu Konstantin, als ich gerade den Garten betrat. “Man weiß nie, was sie wirklich treibt oder wo die Gemeindegelder hingehen. Sie könnte uns heimlich bestehlen.”

Konstantin, der sonst so standhaft wirkte, runzelte die Stirn und sah mich mit einem neuen, fragenden Ausdruck an. Der Zweifel saß bereits in seinen Augen, ein Samen, den Klara geschickt gesät hatte. Ihr flüsterndes Spiel hinter den Kulissen nahm rasch Fahrt auf. Bald darauf konfrontierte mich Konstantin in seinem Arbeitszimmer, seine Stimme war seltsam ernst.

“Luisa”, begann er, seine Finger spielten nervös mit einem hölzernen Kreuz, “Klara und Benno sind besorgt. Sie sagen, du zeigst Anzeichen einer inneren Unruhe. Vielleicht wäre es gut, wenn du dich zur ‘spirituellen Reinigung’ in deiner Zelle bereit hältst.”

Part 2

Konstantins Worte hallten noch in den Wänden, als Klara wenige Tage später in sein Arbeitszimmer gestürzt kam, Tränen im Gesicht. “Vater, ich habe das Schrecklichste gefunden!”

Sie drückte ihm ein dickes, ledereingebundenes Buch in die Hand, dessen Seiten voller Zahlen waren. “Es ist ein Finanzbuch, aber es ist *nicht* von unserer Gemeinschaft. Luisa überweist heimlich Geld auf ein nicht autorisiertes Konto! Sie bestiehlt uns!”

Konstantins Gesicht verfinsterte sich, als er die vermeintlichen Beweise überflog. Er wandte sich mir zu, sein Blick fest und unnachgiebig.

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