Chapter 13: Die letzte Lüge

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Konstantin hatte das Treffen widerwillig arrangiert, noch am selben Nachmittag. Sein Büro war der Ort, an dem die Wahrheit ans Licht kommen sollte. Die Atmosphäre war elektrisch, die Spannung spürbar. Ich wartete mit Tobias im Nebenzimmer, als Klara und Benno eintrafen.

Ich hörte ihre Schritte im Korridor, dann ihre Stimmen. Klara klang immer noch arrogant, Benno nervös. Konstantin musste ihnen nur gesagt haben, dass es ein wichtiges Gespräch über die Zukunft der Gemeinschaft gäbe.

Als die Tür zu Konstantins Büro sich öffnete, sahen wir Klara und Benno eintreten. Klara trug ein aufwendiges Gewand, ihr Haar war perfekt frisiert. Sie sah aus, als wäre sie bereit, eine öffentliche Rede zu halten. Benno trottete hinter ihr her, sein Blick war nervös, seine Hände rieben sich unruhig aneinander.

Konstantin saß hinter seinem Schreibtisch, seine Miene war ernst, sein Blick war auf die Treuhanddokumente gerichtet, die noch immer auf dem Tisch lagen.

Ich trat mit Tobias an meiner Seite in den Raum. Klara sah uns, ihre Augen blitzten vor Wut. Benno zuckte zusammen, als er Tobias sah.

“Was soll das, Konstantin?”, fragte Klara, ihre Stimme war scharf. “Was tut diese Frau hier? Und dieser Fremde?”

“Setz dich, Klara”, sagte Konstantin, seine Stimme war gedämpft. “Wir haben wichtige Dinge zu besprechen.”

Klara setzte sich widerwillig, Benno nahm den Stuhl neben ihr. Sie warf mir einen hasserfüllten Blick zu.

“Luisa, du hast es geschafft, meinen Vater zu manipulieren”, begann Klara, ihre Stimme war voller Verachtung. “Diese alten Papiere sind Fälschungen, die du in deinem Wahn selbst erstellt hast.”

Sie lachte, ein schrilles, unerträgliches Geräusch. “Du bist krank, Luisa. Deine Instabilität wird die Gemeinschaft zerstören.”

Ich blieb ruhig, mein Blick war fest auf sie gerichtet. Ich ließ ihre Worte wie Wasser an mir abprallen. Ich wusste, dass sie nur versuchte, ihre letzte Verteidigungslinie zu halten.

“Du versuchst, meinen Vater zu überzeugen, dass ich verrückt bin”, fuhr Klara fort. “Aber ich werde das nicht zulassen. Ich werde die Wahrheit über deine manipulative Natur ans Licht bringen.”

Benno murmelte zustimmend, seine Augen trafen meine nur für einen Bruchteil einer Sekunde, bevor er sie wieder senkte. Er war ein Feigling, wie ich es erwartet hatte.

“Konstantin, lass dich nicht von ihren Lügen blenden”, flehte Klara. “Sie will nur die Macht. Sie will dich entmachten und sich selbst zur Herrscherin über die Gemeinschaft machen.”

Sie gestikulierte wild mit den Händen. “Sie ist besessen von diesem verborgenen Besitz, von diesen wilden Geschichten. Sie leidet unter paranoiden Wahnvorstellungen.”

Ich sah, wie Konstantins Blick zwischen uns hin und her wanderte. Ein Funke der Unsicherheit blitzte in seinen Augen auf. Er war noch immer nicht vollständig überzeugt, noch immer gefangen in Klaras Manipulation.

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