Chapter 2: Die verschwundenen Akten

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Meine Firma, mein Mann, seine geheime Sabotage – wie ich die Wahrheit über unser Innovationszentrum aufdeckte

Chapter 1: Der fallende Stern

Chapter 2: Die verschwundenen Akten

Chapter 3: Das Echo der Vergangenheit

Chapter 4: Die Spur des Geldes

Chapter 5: Die Wasserzeichen-Wahrheit

Chapter 6: Die eidesstattliche Abrechnung

Chapter 7: Der Pyrrhussieg

Chapter 8: Ein neuer Geburtstag

Mein Herz schlug bis zum Hals. Dr. Schmidt hatte mir den Protokolleintrag gezeigt. Sarah Brunner war die letzte Person gewesen, die Zugang zu diesem kritischen Alpha-Bericht hatte – einem Bericht, der dann spurlos verschwunden war. Ich wusste, ich musste mit Sarah sprechen. Doch die Vorstellung, eine so junge, eifrige Mitarbeiterin in etwas derart Düsteres hineinzuziehen, bereitete mir Unbehagen.

Ich fand Sarah in ihrem kleinen Büro, den Kopf über Bauplänen gebeugt. Sie sah auf, ihre Augen waren von Müdigkeit gerändert.

„Sarah, haben Sie einen Moment Zeit?“, fragte ich so ruhig wie möglich.

Sie nickte nervös.

Ich setzte mich ihr gegenüber.

„Es geht um das Innovationszentrum Alpha“, begann ich.

Sarahs Schultern zuckten leicht.

„Wir haben festgestellt, dass es vor etwa fünf Monaten eine interne Bewertung gab, die ziemlich kritisch ausfiel“, fuhr ich fort. „Und Ihr Name taucht im System als letzte Person auf, die darauf Zugriff hatte.“

Sarahs Augen weiteten sich. Ihre Wangen liefen rot an.

Sie starrte auf ihren Schreibtisch, als könnte die Antwort dort geschrieben stehen.

„Ich… ich weiß nicht, wovon Sie sprechen, Frau Hartmann“, murmelte sie, ihre Stimme kaum hörbar.

Ihr Versuch, Unwissenheit vorzutäuschen, war so transparent, dass es mir fast leidtat.

„Sarah, die Daten sind eindeutig“, erwiderte ich, meine Stimme war nun fester. „Dr. Schmidt und ich brauchen diesen Bericht. Es ist wichtig für die Zukunft des Alpha-Zentrums.“

Plötzlich begann ihre Unterlippe zu zittern. Ihre Augen füllten sich mit Tränen.

„Bitte, Frau Hartmann, ich wollte nichts falsch machen“, sagte sie, ihre Stimme brach.

Ich lehnte mich vor, meine Stimme wurde sanfter.

„Erzählen Sie mir, was passiert ist, Sarah. Ich brauche die Wahrheit.“

Sie atmete tief ein, ihre Brust hob und senkte sich unregelmäßig.

„Herr Hartmann… Markus… er hat mir den Bericht gegeben“, begann sie leise.

Ich spürte, wie sich mein Magen zusammenzog. Markus.

„Er sagte, es sei nur ein vorläufiger Entwurf. Viele der Punkte darin wären übertrieben, fast schon Hysterie, so seine Worte.“

Ich schloss kurz die Augen. „Hysterie.“ Das Wort kannte ich nur zu gut von ihm.

„Er sagte, ich solle ihn unter ‚Archiv, nicht kritisch‘ ablegen“, fuhr Sarah fort. „Es gäbe keinen Grund, das ganze Team zu beunruhigen.“

Sie zog eine Schublade ihres Schreibtisches auf und fischte ein kleines Notizbuch hervor.

„Er hat es mir sogar handschriftlich notiert“, sagte sie und reichte mir einen Zettel. „Damit ich es nicht vergesse.“

Auf dem Zettel stand in Markus’ schwungvoller Schrift: „Alpha-Bewertung – Vorentwurf. Ablage: Archiv, nicht kritisch. Niemand sonst muss davon erfahren. M.H.“

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