Military Wife's Divorce Party Revelation: Husband Filmed Her Signing Papers, Didn't See Her Hidden Trap
Die Anspannung im Dorf war spürbar. Es lag etwas in der Luft, eine Nervosität, die sich langsam ausbreitete wie ein leises Murmeln. Die Leute tuschelten nicht mehr nur über Thomas’ angebliche Finanzprobleme, sondern über die mysteriösen „Investoren“, die zunehmend häufiger in Dorfheim auftauchten, meist in dunklen Limousinen mit abgedunkelten Scheiben. Ich hörte Gespräche im Supermarkt, im Café. Man sprach von „Druck“, von „Geschäften, die nicht laufen“, und ich wusste, dass das nur eine Frage der Zeit war, bis Thomas’ Lügengebilde einstürzte.
Dieser Druck musste sich auch auf das Notariat Gruber auswirken. Dort liefen die Fäden zusammen, dort wurden die „Papiere“ gemacht. Ich beschloss, meine Fühler auszustrecken. Ich brauchte konkrete Beweise, etwas, das über Gerüchte und Indizien hinausging.
Ich ging ins Notariat. Es war ein kleines, altehrwürdiges Gebäude am Dorfplatz, mit schweren Holztüren und vergilbten Gardinen vor den Fenstern. Normalerweise war es dort still und ehrwürdig, aber an diesem Morgen spürte ich eine unterschwellige Unruhe.
Als ich eintrat, hörte ich laute Stimmen aus Notar Grubers Büro. Eine tiefe, drohende Stimme, die ich nicht kannte, und Notar Grubers besänftigendes Gemurmel. Die Tür war einen Spaltbreit offen. Ich hörte Fetzen von Sätzen: „…keine Ausreden mehr…“, „…die Frist ist abgelaufen…“, „…Herr Weber muss liefern…“
Ich erstarrte. Es waren die „Investoren“. Sie übten Druck aus. Das war meine Chance.
Ich ging zum Empfangstresen. Dahinter saß Anton Fischer, der junge Angestellte. Er war vielleicht Mitte zwanzig, blass, mit unsicheren Augen hinter einer randlosen Brille. Ich kannte ihn vom Sehen, er war immer schon ein stiller, gewissenhafter Typ gewesen. Heute wirkte er noch verängstigter als sonst. Seine Hände zitterten leicht, als er versuchte, einen Stapel Akten zu ordnen.
„Guten Morgen, Herr Fischer“, sagte ich so ruhig wie möglich. „Ich habe eine kleine Anfrage bezüglich der Nachlassangelegenheiten meiner Mutter. Ich wollte nur kurz nachfragen, ob alle Unterlagen vollständig sind.“ Es war eine harmlose Frage, die einen völlig legitimen Grund für meinen Besuch lieferte.
Anton zuckte zusammen, als ob ich ihn erschreckt hätte. Er richtete seine Brille und sah mich an. „Guten Morgen, Frau Weber. Ja, die Unterlagen Ihrer Mutter… die sind alle in Ordnung. Ich habe sie gestern erst überprüft.“ Er klang nervös, seine Stimme war belegt.
Die lauten Stimmen aus Grubers Büro verstummten plötzlich. Eine Tür knallte, und schwere Schritte entfernten sich in Richtung Ausgang. Anton zuckte erneut zusammen und warf einen panischen Blick in Richtung Grubers Büro. Notar Gruber selbst trat heraus, sein Gesicht war rotfleckig, seine Augen starr. Er nickte mir knapp zu, ohne mich wirklich anzusehen, und verschwand dann eilig in einem anderen Raum, wahrscheinlich um seine Fassung wiederzufinden.
Anton und ich waren allein. Die Stille war nun noch drückender als zuvor. Anton schien komplett überfordert.
„Man hat es nicht leicht im Moment, nicht wahr?“, sagte ich sanft, um seine Deckung zu lockern. „Gerade mit diesen ganzen neuen ‚Investitionen‘, von denen mein Mann immer spricht.“ Ich legte eine leichte Betonung auf „Investitionen“, um seine Reaktion zu testen.
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