Chapter 7: Der Gestörte Showdown

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Der Tag der Konfrontation war gekommen. Ich hatte Klaus um ein dringendes Treffen gebeten, um angeblich über die Zukunft unseres Kindes zu sprechen. Er schien etwas irritiert, stimmte aber zu. Renate würde ebenfalls anwesend sein, wie es sich für ein „Familientreffen“ gehörte.

Ich hatte mich sorgfältig vorbereitet. Meine Kleidung war einfach, aber elegant. Mein Gesicht war ruhig, meine Augen klar. Die Angst war da, aber sie war von einer eisernen Entschlossenheit überlagert.

Als sie das Wohnzimmer des Penthouses betraten, das so viele ihrer geheimen Gespräche und demütigenden Kommentare gehört hatte, spürte ich eine seltsame Ruhe.

„Danke, dass ihr gekommen seid“, sagte ich, meine Stimme war fest.

Klaus setzte sich Renate gegenüber, die mich mit einem abfälligen Lächeln musterte. „Nun, Lena, was ist denn so dringend? Ist die Aufregung um unser Enkelkind schon so groß?“

Ich ignorierte Renates Provokation. „Es geht um die Zukunft. Um die Sicherheit unseres Kindes. Und darum, wie wir diese sicherstellen können.“

Klaus verschränkte die Arme. „Ich habe dir gesagt, du musst dir keine Sorgen machen. Wir kümmern uns um alles. Das Kind wird in Luxus aufwachsen.“

„Luxus, der auf Betrug und Erpressung basiert?“, fragte ich leise, aber deutlich.

Renates Lächeln verschwand. Klaus’ Augen weiteten sich leicht.

Ich holte mein Tablet hervor und legte es auf den Couchtisch. Darauf waren Fotos von Gunthers protziger Villa zu sehen, klar und deutlich. Ich schob es zu ihnen.

„Ich habe mich gefragt, Klaus, wie Gunther sich dieses… ‚ambitionierte Projekt‘ leisten kann“, sagte ich, meine Stimme war neutral. „Er ist ja, wie wir alle wissen, kein besonders fleißiger Geschäftsmann.“

Renate schnappte nach Luft. Klaus starrte auf die Bilder, sein Gesicht wurde blasser.

„Und dann bin ich auf diese gestoßen“, fuhr ich fort und wechselte zu den digitalisierten Kopien der Überweisungsbelege von Renate an die Bau-Projekt GmbH. „Wieder Hunderttausende. Interessant, wie die Firma auf Gunthers Namen läuft, aber die Zahlungen von dir kommen, Renate.“

Klaus blickte von den Fotos zur Renate. Sein Blick war voll nacktem Unglauben. „Was ist das, Mutter?“, fragte er, seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.

Renate rang um Fassung. „Das ist… das sind Investitionen, Klaus! Für die Familie! Damit Gunther…“

„…damit Gunther sich auf meine Kosten eine protzige Villa baut?“, unterbrach Klaus sie, seine Stimme wurde lauter. Er sprang auf. „Du hast mein Geld dafür verwendet? Das Geld, das ich dir gegeben habe, damit du es für *mich* sicherst?!“

Renate stand ebenfalls auf, ihr Gesicht war zu einer Furie verzerrt. „Du undankbarer Narr! Ich habe das für die Familie getan! Für Gunther! Er ist mein Bruder! Du bist doch nur…“

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