Chapter 12: Die Letzte Hoffnung

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Die Mutter wünschte, ich wäre nie geboren – der Preis dafür kostete sie unser Zuhause und trennte uns für immer

Chapter 1: Der Wunsch der Mutter

Chapter 2: Die Verschwundenen Zahlungen

Chapter 3: Der Panische Bruder

Chapter 4: Grubers Schatten

Chapter 5: Lukas’ Geständnis

Chapter 6: Alte Echos

Chapter 7: Der Alte Rechtsanwalt

Chapter 8: Grüne Lügen

Chapter 9: Die Wahrheit Ans Licht

Chapter 10: Brigittes Bluff

Chapter 11: Der Gerichtstermin Droht

Chapter 12: Die Letzte Hoffnung

Chapter 13: Der Morgen der Wahrheit

Chapter 14: Die Verfluchte Klausel (CLIMAX)

Chapter 15: Die Trümmer Eines Wunsches

Chapter 16: Ein Neues Leben Beginnt

Chapter 17: Ein Generationensprung

Herr Klaus Gruber saß in seinem dunklen Büro, die Schreibtischlampe war die einzige Lichtquelle, die seine zerfurchten Gesichtszüge beleuchtete. Seine Krawatte saß schief, seine Haare waren zerzaust, und der Whiskey vor ihm war fast leer. Die Uhr an der Wand tickte unerbittlich. Nur noch zwei Tage bis zum Termin bei der Bank.

Er wusste, dass seine gefälschten Dokumente wertlos waren. Die Bank hatte die echten Unterlagen, die von Clara und Dr. Schäfer vorgelegt wurden. Seine politische Einmischung war ein Bluff gewesen, der aufgeflogen war. Er hatte alles verspielt.

„Verdammt noch mal“, murmelte er vor sich hin, seine Stimme war rau von Whisky und Verzweiflung. „Es muss doch einen Weg geben.“

Er begann, seine alte Festplatte zu durchforsten, auf der er all seine obskuren juristischen Recherchen gespeichert hatte. Er suchte nach Präzedenzfällen, nach alten Gesetzeslücken, nach irgendeiner obskuren Formulierung, die er noch nicht bedacht hatte. Sein Verstand raste, getrieben von Angst und Panik.

Er kontaktierte einen alten Kollegen beim Grundbuchamt, Herrn Schmidt, der ihm schon oft bei „schwierigen“ Fällen geholfen hatte. Er versprach ihm ein hohes Honorar, wenn er noch etwas finden könnte. Irgendetwas, das eine Änderung in den alten Dokumenten bewirken oder eine neue, noch obskurere Klausel entdecken könnte, die Brigitte retten würde.

„Schmidt, hör zu“, sagte Gruber ins Telefon, seine Stimme war eine Mischung aus Drohung und Flehen. „Ich brauche jetzt deine Hilfe. Dieser Lehmann-Fall, er wird mich ruinieren, wenn ich nichts finde.“

Herr Schmidt, der über die Jahre schon oft Grubers dubiose Methoden mitgetragen hatte, war dieses Mal zögerlich. Er hatte gehört, dass die Bank in diesem Fall sehr gründlich vorging.

„Klaus, die Bank hat die Akten schon auf den Kopf gestellt“, sagte Schmidt am anderen Ende der Leitung, seine Stimme war vorsichtig. „Die sind sehr gründlich. Und diese Stiftung… sie ist wirklich gut abgesichert. Es gibt keine Schlupflöcher.“

Grubers Hoffnung zersplitterte.

„Was ist mit einer Änderung im Nachhinein?“, fragte Gruber, seine Stimme war kaum hörbar. „Ein kleiner Zusatz? Ein alter Stempel, der falsch gesetzt wurde?“

Schmidt seufzte.

„Klaus, das ist zu riskant“, sagte er. „Wenn das auffliegt, verlieren wir beide unsere Lizenz. Und wahrscheinlich geht es dann ins Gefängnis. Ich kann dir da nicht helfen.“

Er legte auf. Grubers letzte Hoffnung war zunichte gemacht worden.

Er schlug mit der Faust auf den Schreibtisch, die leere Whiskyflasche klapperte. Er war ein Betrüger, der nun selbst betrogen wurde. Betrogen von seiner eigenen Gier und seiner Unterschätzung der Wahrheit. Er hatte gedacht, er könnte sich über alles hinwegsetzen, aber die Realität hatte ihn eingeholt.

Die Erkenntnis, dass Claras Recherche und Dr. Schäfers Akribie alle seine Wege blockiert hatten, war bitter. Sie hatten die Wahrheit aufgedeckt, während er sich in einem Netz aus Lügen verstrickt hatte. Er hatte sich selbst in eine Ecke manövriert, aus der es keinen Ausweg mehr gab.

Gruber war selbst nervös. Seine Reputation war zerstört, und das bevorstehende Treffen bei der Bank würde sein offizielles Ende einläuten. Er wusste, dass er sich in diesem Termin nicht mehr retten konnte. Er hatte versucht, die Geschichte zu seinen Gunsten zu verbiegen, aber die Wahrheit hatte sich als unbarmherzig erwiesen.

Die Vorstellung, wie er in diesem Bankgespräch bloßgestellt werden würde, war eine Tortur. Seine eigene Überheblichkeit hatte ihn in diese Lage gebracht. Er hatte seine persönliche Gemeinheit an den Tag gelegt, indem er Brigittes Verzweiflung ausgenutzt hatte, und nun erhielt er seine Quittung. Ein weiteres kleines Detail: Der Aschenbecher auf seinem Schreibtisch quoll über von Zigarettenkippen, ein sichtbares Zeichen seiner Verzweiflung und der nervösen Energie, die ihn verzehrte.

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