Chapter 3: Das Netz der Lügen

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Meine Familie wollte mein Musikimperium stehlen, aber mein Sohn enthüllte ihren Betrug mit geheimen Briefen.

Chapter 1: Die Schatten der Harmonie

Chapter 2: Die Koffer des Verrats

Chapter 3: Das Netz der Lügen

Chapter 4: Ein Flüstern der Wahrheit

Chapter 5: Der Rufmord

Chapter 6: Das unbeholfene Geständnis

Chapter 7: Die lange Nacht

Chapter 8: Fünf Jahre später

Sandra saß in meiner Küche, die Unterlagen, die ich auf dem Dachboden gefunden hatte, lagen vor ihr auf dem Tisch.

Ihr Ausdruck war ernst, ihre Augen wanderten über die gefälschte Unterschrift und die detaillierten Auflistungen.

„Lena, das ist… das ist ungeheuerlich“, sagte sie leise, ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.

Ich hatte ihr alles erzählt.

Wie Elias die Briefe gefunden hatte, Marcs Rolle, meine wachsenden Zweifel an Erik.

Die ganze abscheuliche Geschichte, die sich jetzt als kalte, harte Realität präsentierte.

„Ungeheuerlich ist noch untertrieben, Sandra“, entgegnete ich, meine Stimme klang rau und müde. „Er hat nicht nur mein Vertrauen missbraucht, er wollte mir mein ganzes Leben stehlen.“

Sandra nickte.

Sie nahm einen Schluck von ihrem Tee.

„Der Plan ist detailliert. Sehr detailliert sogar. Und vor allem… langwierig.“

Sie schob mir die Dokumente näher.

„Diese Übertragung der Musikrechte, der Kreditantrag – das sind nur die Spitze des Eisbergs. Ich muss die ‚Klangfülle GmbH‘ genauer unter die Lupe nehmen. Und dann wäre da noch dieser Notar, Herr Gruber. Eine solche Urkunde braucht eine Beglaubigung.“

Wir sprachen stundenlang.

Ich erzählte ihr von den verschwundenen Albumcovern, von Eriks aggressivem Verhalten, von der schleichenden Isolation, die ich in den letzten Monaten erlebt hatte.

Sandra hörte aufmerksam zu, machte Notizen in einem kleinen Block.

Am nächsten Morgen hatte sie bereits mit ihren Recherchen begonnen.

Ich wartete zu Hause, jeder Anruf, jede E-Mail ließ mein Herz höher schlagen.

Erik verhielt sich seltsam abwesend, schien noch mehr am Telefon zu hängen als sonst, seine Gespräche waren gedämpft und geheimnisvoll.

Er fragte nicht nach den Verlängerungspapieren, die ich Marc gegeben hatte, oder nach den Studio-Ressourcen.

Ein schlechtes Zeichen.

Er spürte, dass etwas nicht stimmte.

Einige Tage später rief Sandra an, ihre Stimme war voller Dringlichkeit.

„Lena, du musst sofort zu mir kommen. Ich habe etwas gefunden.“

Ich war in weniger als zwanzig Minuten in ihrem Büro.

Ihr Schreibtisch war übersät mit Akten und Ausdrucken.

„Die ‚Klangfülle GmbH‘ ist ein Geisterunternehmen“, begann Sandra, ohne Umschweife. „Sie wurde vor zwei Jahren gegründet, hat aber kaum Geschäftstätigkeit vorzuweisen, abgesehen von einigen obskuren IP-Übertragungen.“

Sie schob mir einen Stapel Dokumente hin.

„Hier sind die Details. Ich habe die Handelsregisterauszüge und die Jahresabschlüsse angefordert. Alles, was ich finden konnte. Und sieh dir das an.“

Sie zeigte auf eine Liste von Übertragungen.

„Erik hat nicht erst jetzt begonnen, Lena. Das ist das Schlimmste daran. Er hat bereits seit über einem Jahr kleinere, ältere IP-Rechte von dir an die ‚Klangfülle GmbH‘ übertragen. Einzelne Songs, die nicht mehr so im Fokus standen, aber immer noch Einnahmen generierten. Er hat dich langsam, aber systematisch ausgeblutet.“

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