Chapter 4: Der Schattennotar

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Vater fälscht Schlaf, um herauszufinden, warum Nachbar jede Nacht ins Zimmer seiner Tochter schleicht – die Entdeckung war ein Betrug des Herzens

Chapter 1: Das Flüstern im Dunkeln

Chapter 2: Spuren im Schatten

Chapter 3: Das Netz der Abhängigkeit

Chapter 4: Der Schattennotar

Chapter 5: Das verlorene Erbstück

Chapter 6: Die unausgesprochene Anklage

Chapter 7: Der Preis der Gier

Chapter 8: Ein neues Morgenlicht

Marias Recherchen gingen weiter, unermüdlich und akribisch.

Sie hatte sich vorgenommen, jeden Stein umzudrehen, der mit Klaus Richter und seinen Machenschaften in Verbindung stand.

Besonders der Aspekt der manipulierten Dokumente und der Drohungen, die auf Thomas’ Vaterschaft zielten, führte sie zu einer entscheidenden Figur: dem Notar, Herrn Müller.

„Ein Notar, der solche Dokumente beglaubigt, ist entweder unglaublich naiv oder tief verstrickt“, hatte Maria am Telefon zu mir gesagt.

„Ich tippe auf Letzteres, wenn man Klaus Richters Muster kennt.“

Sie vertiefte ihre Nachforschungen in öffentlichen Registern, spezialisierten Juristenforen und alten Firmenarchiven.

Ich hingegen versuchte weiterhin, in Lenas Unterlagen fündig zu werden, ohne Verdacht zu erregen.

Es war ein Katz-und-Maus-Spiel, und die Anspannung im Haus war fast greifbar.

Eines Nachmittags rief Maria mich an, ihre Stimme klang aufgeregt, aber gedämpft.

„Ich habe ihn, Thomas. Herrn Müller.“

Mein Herz klopfte schneller.

„Was hast du gefunden?“

„Es ist ein alter Fall, Jahre zurück. Eine ähnliche Erbschaftsangelegenheit, bei der ein Familienmitglied plötzlich als ‘nicht blutsverwandt’ dargestellt wurde, um ein wertvolles Anwesen umzuleiten“, erklärte Maria.

„Die Dokumente wurden von Herrn Müller beglaubigt. Damals wurde der Fall außergerichtlich beigelegt, aber der Verdacht blieb. Und der Name des ‘Beraters’, der die Familie zu Müllers Büro geschickt hat? Klaus Richter.“

Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken.

Es war genau das, was wir befürchtet hatten.

Ein Muster, das sich wiederholte.

Aber es wurde noch schlimmer.

Maria hatte eine direkte geschäftliche Verbindung zwischen Herrn Müller und einer alten Firma namens “Richter Immobilien Beratung” aufgedeckt.

Die Firma war vor etwa sechs Jahren gegründet und nur zwei Jahre später wieder geschlossen worden.

Maria hatte Zugang zu alten Handelsregisterauszügen erhalten, die Klaus Richter als Geschäftsführer der “Richter Immobilien Beratung” auswiesen.

Die Adresse der Firma war dieselbe wie Klaus’ damalige Privatadresse.

Und auf den Kontoauszügen dieser Firma tauchten regelmäßige, unerklärliche Überweisungen an Herrn Müller auf, die als “Beratungshonorare” deklariert waren.

„Das sind keine normalen Beratungsgebühren, Thomas“, sagte Maria.

„Die Summen sind zu hoch für das, was die Firma angeblich geleistet hat. Und sie sind immer kurz nach großen Transaktionen bei Herrn Müller aufgetaucht. Das riecht nach verschleierten Geldflüssen, nach Schmiergeldern.“

Ich erinnerte mich plötzlich an ein eigenartiges Gespräch, das ich vor einigen Monaten zwischen Lena und Herrn Müller mitbekommen hatte.

Es war auf einer Nachbarschaftsfeier gewesen, Lena hatte Herrn Müller angesprochen, und sie hatten sich kurz unterhalten.

Ich hatte damals nur Fetzen mitbekommen, die ich als harmlos abgetan hatte.

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