Chapter 4: Ein Echo aus der Vergangenheit

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Meine Familie hat mich um €155.000 betrogen – ich nutzte mein Wissen, um die Wahrheit aufzudecken

Chapter 1: Die Inszenierung im Büro

Chapter 2: Die Maske fällt

Chapter 3: Die Einschüchterungstaktik

Chapter 4: Ein Echo aus der Vergangenheit

Chapter 5: Das misadressierte Geständnis

Chapter 6: Die Schachbrett-Offenbarung

Chapter 7: Der Preis der Wahrheit

Chapter 8: Die Asche des Ansehens

Chapter 9: Ein Sonntagnachmittag im Stillen

Die Tage vergingen in einer Mischung aus Anspannung und akribischer Arbeit.

Ich konzentrierte mich auf Finks Spuren, die gefälschte einstweilige Verfügung hatte meine Entschlossenheit nur noch verstärkt.

Seine Masche war zu spezifisch, um keine weiteren Opfer hinterlassen zu haben.

Ich brauchte konkrete Beweise, um ihn überführen zu können, die über meine rein juristischen Recherchen hinausgingen.

Deshalb landete ich schließlich im städtischen Archiv.

Ein Ort, den ich sonst nur selten betrat, voller vergilbter Akten und dem Geruch von altem Papier und Staub.

Ich saß stundenlang in einer stillen Ecke, blätterte durch alte Zeitungsartikel, durch Firmenregister und Insolvenzakten aus den Jahren, in denen Fink aktiv gewesen sein musste.

Die Stille war so dicht, dass ich mein eigenes Atmen hören konnte.

Manchmal schien es, als würde der Staub, der in den Sonnenstrahlen tanzte, Geschichten erzählen.

Ich suchte nach Namen, die mit Fink in Verbindung gebracht wurden, nach Unternehmen, die unter mysteriösen Umständen Pleite gegangen waren, nachdem er seine Finger im Spiel gehabt hatte.

Es war mühsam, wie die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen.

Frustration stieg in mir auf.

Der gestrige Tag hatte mich an meine Grenzen gebracht, die Ergebnisse waren spärlich gewesen.

Ich hatte gehofft, auf ein Muster zu stoßen, auf eine unverkennbare Handschrift, die Fink eindeutig zugeordnet werden konnte.

Doch die Spuren waren oft verwischt, die Namen wechselten, die Firmenkonstrukte waren komplex und schwer zu entwirren.

Ich seufzte leise und strich mir eine Strähne aus dem Gesicht.

Vielleicht war das hier eine Sackgasse.

Vielleicht musste ich meine Strategie ändern.

Gerade als ich die Hoffnung aufgeben wollte, stand ich auf, um die Akten, die ich durchgesehen hatte, zurückzulegen.

Meine Gedanken waren noch immer bei den vergeblichen Suchanfragen, bei den verworrenen Finanztransaktionen, die ich nicht entschlüsseln konnte.

Ich stapfte gedankenverloren durch die schmalen Gänge zwischen den Regalen, den Blick gesenkt, ein paar alte Ordner in meinen Armen.

In der nächsten Sekunde stieß ich hart mit jemandem zusammen.

Die Ordner in meinen Händen rutschten weg, und auch die Person vor mir ließ ihre Papiere fallen.

Ein leises „Entschuldigen Sie vielmals!“ entfuhr mir.

Der Mann vor mir bückte sich ebenfalls, um seine Akten aufzuheben.

„Schon gut, meine Schuld, ich war abgelenkt“, murmelte er, seine Stimme klang rau und müde.

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