Chapter 7: Der Preis der Wahrheit

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Meine Familie hat mich um €155.000 betrogen – ich nutzte mein Wissen, um die Wahrheit aufzudecken

Chapter 1: Die Inszenierung im Büro

Chapter 2: Die Maske fällt

Chapter 3: Die Einschüchterungstaktik

Chapter 4: Ein Echo aus der Vergangenheit

Chapter 5: Das misadressierte Geständnis

Chapter 6: Die Schachbrett-Offenbarung

Chapter 7: Der Preis der Wahrheit

Chapter 8: Die Asche des Ansehens

Chapter 9: Ein Sonntagnachmittag im Stillen

Der Notartermin war für Dienstagnachmittag angesetzt.

Ich hatte bewusst diese Zeit gewählt, in der das Notariat noch voll besetzt war, aber die Hektik des Vormittags abgeklungen war.

Als ich das elegante Büro von Notar Dr. Brandt betrat, war ich die Ruhe selbst.

Meine Mappe mit den sorgfältig geordneten Beweisen hielt ich fest in der Hand.

Julian und Fink warteten bereits im Besprechungsraum.

Julian lächelte selbstgefällig, Fink nickte mir kurz zu, eine Geste, die er wohl für professionell hielt.

Beide wirkten entspannt, sie wähnten sich am Ziel.

Dr. Brandt, ein Mann von etwa sechzig, mit freundlichen, aber wachen Augen, begrüßte mich mit einem Nicken.

„Frau Vogel, Herr Vogel, Herr Fink. Bitte nehmen Sie Platz.“

Wir setzten uns um den großen Mahagonitisch.

Fink legte triumphierend die Papiere für die „Kapitalzuschuss“-Vereinbarung auf den Tisch.

„Hier sind die Unterlagen, Frau Vogel. Alles ist vorbereitet. Dr. Brandt hat sie sicherlich schon geprüft.“

Julian sah mich erwartungsvoll an.

„Also, Laura? Sind wir dann so weit?“

Ich legte meine Mappe auf den Tisch, direkt vor mir.

„Nicht ganz, Julian“, sagte ich, meine Stimme war ruhig, aber bestimmt.

„Es gibt da noch ein paar Dinge, die wir klären müssen, bevor ich etwas unterschreibe.“

Finks Lächeln verschwand.

Julians Stirn legte sich in Falten.

„Was soll das denn heißen? Wir haben alles besprochen“, sagte Julian, seine Stimme wurde schärfer.

„Ich habe in den letzten Wochen einige eigene Recherchen angestellt“, begann ich, ignorierte Julians Einwand und sah Dr. Brandt an.

„Herr Dr. Brandt, ich habe hier einige Dokumente, die Licht auf die wahre Natur dieser Transaktion werfen werden.“

Ich zog Finks altes Fahndungsfoto und das Bild von Herrn Gruber aus meiner Mappe und legte sie auf den Tisch.

„Herr Fink, oder sollte ich Klaus-Peter Fink sagen? Ein Name, der in den Akten der Finanzdienstleister und Insolvenzgerichte wohlbekannt ist, nicht wahr?“

Finks Gesicht wurde blass.

Er schnappte nach Luft.

Julian starrte ihn ungläubig an.

„Was redest du da, Laura? Das ist Dr. Fink!“

„Dieser Mann ist ein disziplinarisch entlassener Finanzberater, seine Lizenz wurde ihm entzogen“, fuhr ich fort und legte die entsprechenden Dokumente dazu.

„Er hat eine lange Geschichte von Betrugsmaschen. Und ein markantes Skorpion-Tattoo am Handgelenk.“

Ich blickte zu Fink.

Seine Hand, die auf dem Tisch lag, zuckte.

Er zog sie reflexartig zurück.

Dr. Brandt, der bisher aufmerksam zugehört hatte, nickte langsam.

„Solche Informationen sind in der Tat besorgniserregend.“

„Und er hat eine ganz besondere Redewendung, die er seinen Opfern immer wieder ins Ohr flüstert, nicht wahr, Herr Fink?“, sagte ich und sah ihn direkt an.

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