Chapter 6: Der Kollaps

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Meine Stiefmutter sabotierte mein Leben und das meiner Tochter, bis das Schicksal alles enthüllte

Chapter 1: Der Anruf im Regen

Chapter 2: Die Flüsterin der Vergangenheit

Chapter 3: Die versteckte Klausel

Chapter 4: Das gebrochene Versprechen

Chapter 5: Die Maske fällt

Chapter 6: Der Kollaps

Chapter 7: Das ultimative Opfer

Chapter 8: Die Leere danach

Chapter 9: Drei Tage später

Der Schmerz über Jörgs Verrat war tief, doch er wurde von einer viel größeren Angst überschattet: der um Lena. Jörg hatte mein Herz gebrochen, aber Brigitte war dabei, Lenas Seele zu zerstören. Die Enthüllung seiner Kollaboration war nur ein weiterer Beweis für das Ausmaß von Brigittes Bosheit.

Ich versuchte, Lena zu erreichen, aber sie nahm mein Telefon nicht ab. Ihre Tür blieb verschlossen.

Ich fuhr zu ihr, klopfte, klingelte. Keine Reaktion.

Mein Magen krampfte sich zusammen.

Ich wusste, dass Lenas psychischer Zustand sich in den letzten Wochen dramatisch verschlechtert hatte. Die ständige Manipulation, die Lügen, Klaus’ Verrat – es war zu viel für sie gewesen.

Ich rief Klaus an. Er klang abweisend, fast panisch.

„Helga, ich… ich habe Lena ins Krankenhaus gebracht“, sagte er, seine Stimme war dünn und unsicher.

„Sie hat… sie hatte einen Zusammenbruch.“

Mein Herz setzte einen Schlag aus. „Was? Welches Krankenhaus? Ich komme sofort!“

Ich raste ins Krankenhaus, mein Kopf ratterte vor Angst. Das Bild von Lena, wie sie als kleines Mädchen von einem Fahrradunfall völlig verstört auf dem Boden lag, schoss mir durch den Kopf.

Das war viel schlimmer.

Ich fand Klaus auf dem Gang einer Notaufnahme. Er saß auf einem Stuhl, den Kopf in den Händen vergraben. Er sah blass und schuldbewusst aus.

„Klaus, was ist passiert? Wie geht es Lena?“, fragte ich, meine Stimme war scharf.

Er hob den Kopf. „Sie… sie hat Panikattacken bekommen, Atemnot. Und ihr Herz… es hat gerast.“

Er zuckte zusammen. „Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Sie war kaum ansprechbar.“

Ein Arzt kam auf uns zu, ein ernster Ausdruck auf seinem Gesicht.

„Sind Sie die Mutter von Lena Schneider?“, fragte er mich.

„Ja, das bin ich“, sagte ich, meine Kehle war trocken.

„Ihre Tochter leidet unter einem schweren stressbedingten Zusammenbruch“, erklärte der Arzt.

„Ihre Herzrhythmusstörungen und Panikattacken sind eine direkte Folge des extremen psychischen Stresses, dem sie ausgesetzt war. Ihr Körper hat auf die mentale Belastung reagiert.“

Ich spürte, wie meine Knie weich wurden.

Klaus zuckte zusammen.

„Ich habe versucht, sie zu beruhigen“, murmelte er.

„Aber es wurde immer schlimmer. Sie hat geweint und geschrien.“

Ich starrte ihn an, pure Verachtung in meinen Augen. Er hatte seine Frau durch die Befehle seiner Mutter in diesen Zustand gebracht.

„Wird sie wieder gesund?“, fragte ich den Arzt, ignorierte Klaus.

„Physisch ja, mit der richtigen Behandlung. Aber der psychische Heilungsprozess wird langwierig sein“, sagte der Arzt.

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