Chapter 14: Die verdeckte Übergabe

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Ihre öffentliche Demütigung auf der Hochzeit ihres Ex-Mannes wurde zum Auslöser einer fesselnden Geschichte über versteckte Familiengeschäfte und politische Intrigen, die mit einem furchtbaren Schr...

Chapter 1: Das Verborgene im Wappen

Chapter 2: Die entlarvte Fälschung

Chapter 3: Flüstern aus der Vergangenheit

Chapter 4: Ein Anruf im Dunkeln

Chapter 5: Die Bürde der Stille

Chapter 6: Verborgenes Wissen

Chapter 7: Ein alter Groll

Chapter 8: Der vergessene Brief

Chapter 9: Oma Helgas Geständnis

Chapter 10: Das politische Herzstück

Chapter 11: Klara zieht die Fäden

Chapter 12: Die Schatten der Macht

Chapter 13: Ultimatum an Schmidt

Chapter 14: Die verdeckte Übergabe

Chapter 15: Die letzte Vorbereitung

Chapter 16: Der Punkt ohne Wiederkehr

Chapter 17: Die private Abrechnung

Chapter 18: Die leere Bühne

Chapter 19: Ein stiller Morgen

Die Nachricht von Gerhards Ultimatum an Hauptkommissar Schmidt erreichte mich durch Jans vertrauliche Quellen in der Polizei. Ich war schockiert über die Kaltblütigkeit, mit der Gerhard Schmidts Tochter als Druckmittel benutzte. Es zeigte einmal mehr, wie weit er zu gehen bereit war.

Doch die Situation entwickelte sich unerwartet. Wenige Tage nach dem Treffen mit Gerhard erhielt ich einen anonymen Anruf. Es war eine tiefere, raue Männerstimme, die sich nicht verstellen konnte.

“Frau Weber”, sagte die Stimme, leise und gehetzt. “Ich muss Sie sprechen. Allein. Dringend.”

Mein Herz klopfte. Ich erkannte die Stimme. Es war Hauptkommissar Schmidt.

“Wann und wo?”, fragte ich, meine Stimme war fest.

“Heute Abend, um neun. Im Park am Schlachtensee. Am alten Eichenbaum, abseits der Wege”, flüsterte er. “Kommen Sie allein. Und erzählen Sie niemandem davon. Nicht einmal Ihrem Sohn.”

Die Verbindung brach ab. Ich stand da, der Hörer in meiner Hand, und wusste nicht, was ich davon halten sollte. Schmidt, der uns öffentlich diskreditiert hatte, wollte sich heimlich mit mir treffen.

Meine Gedanken rasten. War es eine Falle? Ein Versuch, mich in die Enge zu treiben? Oder war Schmidt tatsächlich so verzweifelt, dass er bereit war, die Seiten zu wechseln?

Ich erinnerte mich an die Geschichte seiner Tochter, an das Stipendium, das Gerhard nutzte, um ihn zu erpressen. Vielleicht war die Last zu groß für ihn geworden.

Ich beschloss, zu gehen. Ich musste das Risiko eingehen. Ich musste wissen, was Schmidt wollte und ob er uns helfen konnte.

Pünktlich um neun Uhr stand ich am alten Eichenbaum im Park am Schlachtensee. Die Nacht war sternenklar, aber der Park war dunkel und still. Ein kalter Wind wehte durch die Bäume.

Nach wenigen Minuten hörte ich Schritte. Schmidt trat aus dem Schatten, sein Gesicht war im Dunkeln kaum zu erkennen. Er trug Zivilkleidung und sah zerzaust aus. Seine sonst so aufrechte Haltung war gebrochen.

“Frau Weber”, sagte er, seine Stimme war heiser. “Danke, dass Sie gekommen sind.”

“Warum sind Sie hier, Herr Schmidt?”, fragte ich direkt. “Sie haben uns öffentlich als Lügner dargestellt.”

Schmidt seufzte tief. “Ich weiß. Und es tut mir leid. Aber Gerhard Richter hat mich in die Enge getrieben. Er droht, meiner Tochter das Stipendium zu entziehen.”

Die kleine, persönliche Grausamkeit seiner Situation war hier greifbar. Er war ein Mann, der zwischen seiner Moral und der Zukunft seines Kindes zerrissen wurde. Seine Haltung, seine zerzauste Erscheinung, all das sprach Bände.

“Er ist rücksichtslos”, fuhr Schmidt fort. “Er wird vor nichts zurückschrecken, um seine Karriere zu schützen. Ich habe das am eigenen Leib erfahren.”

Er zog einen dicken Umschlag aus seiner Jacke. “Ich kann Ihnen nicht direkt helfen”, sagte er. “Ich kann mich nicht offen gegen Gerhard stellen. Meine Familie würde dafür bezahlen.”

Er reichte mir den Umschlag. “Aber hier sind weitere interne Unterlagen. Sie zeigen Gerhards Versuche zur Vertuschung, seinen Einfluss auf die Behörden, seine Manipulation von Gutachten.”

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