Chapter 4: Ein Anruf im Dunkeln

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Ihre öffentliche Demütigung auf der Hochzeit ihres Ex-Mannes wurde zum Auslöser einer fesselnden Geschichte über versteckte Familiengeschäfte und politische Intrigen, die mit einem furchtbaren Schr...

Chapter 1: Das Verborgene im Wappen

Chapter 2: Die entlarvte Fälschung

Chapter 3: Flüstern aus der Vergangenheit

Chapter 4: Ein Anruf im Dunkeln

Chapter 5: Die Bürde der Stille

Chapter 6: Verborgenes Wissen

Chapter 7: Ein alter Groll

Chapter 8: Der vergessene Brief

Chapter 9: Oma Helgas Geständnis

Chapter 10: Das politische Herzstück

Chapter 11: Klara zieht die Fäden

Chapter 12: Die Schatten der Macht

Chapter 13: Ultimatum an Schmidt

Chapter 14: Die verdeckte Übergabe

Chapter 15: Die letzte Vorbereitung

Chapter 16: Der Punkt ohne Wiederkehr

Chapter 17: Die private Abrechnung

Chapter 18: Die leere Bühne

Chapter 19: Ein stiller Morgen

Die Stille in meiner Wohnung wurde am nächsten Abend plötzlich von einem schrillen Klingeln zerrissen. Mein Festnetztelefon, das ich kaum noch benutzte, signalisierte einen eingehenden Anruf. Ich zögerte kurz, denn wer rief mich noch auf dieser alten Nummer an?

Ich hob ab, mein Herz klopfte unregelmäßig. “Weber”, sagte ich in den Hörer, meine Stimme klang unsicher.

Am anderen Ende war eine leise, verzerrte Stimme zu hören, fast ein Flüstern. Der Anrufer schien eine Stimmenverzerrer zu benutzen oder sprach in ein schlechtes Mikrofon. Meine Nackenhaare stellten sich auf.

“Sind Sie Klara Weber?”, fragte die Stimme, kaum hörbar.

“Ja, das bin ich”, antwortete ich, meine Hand umklammerte den Hörer fester.

Es war eine weibliche Stimme, so viel konnte ich noch erahnen, aber ihre Worte waren kaum verständigen. Der Anruf war offensichtlich nicht für ein freundliches Gespräch gedacht.

“Sie suchen nach Antworten bezüglich der von Hardenbergs, nicht wahr?”, flüsterte die Stimme.

Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken. Wie konnte diese Person davon wissen? Hatte Jan jemandem etwas erzählt? Oder war es Gerhard, der seine Spione auf uns angesetzt hatte? Die Vorstellung war beunruhigend.

“Wer sind Sie?”, fragte ich, meine Stimme war jetzt fester. “Und woher wissen Sie das?”

Die Stimme ignorierte meine Fragen. Stattdessen gab sie mir einen dringenden Rat, die Worte waren scharf und prägnant.

“Kontaktieren Sie Dr. Keller. Fragen Sie ihn nach den Schatten der von Hardenbergs.”

Die Verbindung knisterte und brach dann abrupt ab. Nur ein leises Summen blieb im Hörer zurück. Ich hielt den Hörer noch eine ganze Weile ans Ohr, meine Gedanken rasten. Der Anruf hatte nicht einmal dreißig Sekunden gedauert.

Ich legte langsam auf, meine Handflächen waren feucht. Die Nachricht war kurz, aber unmissverständlich. Es war ein Hinweis, ein Warnschuss, aber auch eine Bestätigung.

Jemand wusste, was ich vorhatte. Und diese Person wollte anscheinend, dass ich Dr. Keller kontaktierte. Es war ein weiterer Stich in Gerhards sorgfältig konstruierte Fassade.

Die Frage nach dem “Wer” bohrte in meinem Kopf. Wer war diese Frau, die mich anonym anrief? War sie eine Verbündete? Eine Whistleblowerin, die sich vor Gerhard fürchtete? Oder war es eine Falle?

Ich rief Jan sofort an und erzählte ihm von dem Anruf. Er war genauso schockiert und beunruhigt wie ich.

“Eine Stimmenverzerrer?”, wiederholte Jan ungläubig. “Das klingt wie aus einem Spionagefilm.”

“Ich weiß es nicht, Jan”, sagte ich. “Aber der Rat war sehr spezifisch. Fragen nach den ‘Schatten der von Hardenbergs’.”

Jan dachte nach. “Das ist zu präzise, um Zufall zu sein. Jemand möchte, dass wir weitergraben.”

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