Chapter 3: Claras dunkle Schatten

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Mutter deckt Verlobte ihres Sohnes auf, entdeckt aber eine noch schlimmere Wahrheit über ihn

Chapter 1: Die Schleier der Täuschung

Chapter 2: Der kalte Blick des Sohnes

Chapter 3: Claras dunkle Schatten

Chapter 4: Ein unerwarteter Informant

Chapter 5: Der verräterische Brief

Chapter 6: Die zerbrochene Verbindung

Chapter 7: Ein Sonntag der Stille

Die Tage nach der Verlobungsfeier zogen sich für Renate wie Kaugummi.

Das Telefon klingelte pausenlos.

Freunde, Bekannte, entfernte Verwandte – alle wollten wissen, was wirklich auf der Feier passiert war.

Renate wimmelte sie alle ab, ihre Gedanken waren zu sehr bei Lars und seiner erschütternden Enthüllung.

In der Zwischenzeit saß Clara, die Geschehnisse der Feier noch immer nachklingend, in einem edlen Café in der Berliner Innenstadt.

Ihre Fingernägel trommelten ungeduldig auf die polierte Holzplatte des Tisches.

Vor ihr saß eine Frau mittleren Alters, deren Gesicht blass und die Schultern hochgezogen waren: Frau Schulz.

Clara hatte sie gezielt hierherbestellt.

„Frau Schulz“, begann Clara, ihre Stimme war süßlich-giftig.

„Sie wissen, dass Lars und ich große Pläne haben. Wir sind auf dem Weg nach oben.“

Frau Schulz nickte kaum merklich.

Sie rührte in ihrem lauwarmen Tee, ohne aufzusehen.

Ihre Nervosität war fast greifbar.

„Ja, Frau Weber. Das weiß ich. Lars hat mir davon erzählt.“

„Nun, es gibt ein kleines Problem“, fuhr Clara fort, ihre Augen fixierten Frau Schulz.

„Renate Schmidt, Lars’ Mutter. Sie ist… kompliziert. Sie versucht, uns Steine in den Weg zu legen.“

Frau Schulz zuckte zusammen.

Sie schien die Richtung des Gesprächs zu ahnen.

„Ich… ich verstehe nicht, was das mit mir zu tun hat, Frau Weber.“

Clara beugte sich vor, ihre Stimme sank zu einem Drohflüstern.

„Sie waren doch mal eine Geschäftspartnerin von Lars, nicht wahr? Lange her, ja. Aber Sie wissen doch sicherlich etwas über seine Mutter? Etwas… Negatives? Etwas, das ihren Ruf schädigen könnte?“

Frau Schulz hob den Kopf, ihre Augen waren weit vor Schreck.

„Ich… nein! Renate Schmidt ist eine sehr ehrenwerte Frau. Ich wüsste nichts, was man gegen sie verwenden könnte.“

„Ach, seien Sie nicht so naiv“, sagte Clara abfällig.

Sie zog ein kleines Notizbuch aus ihrer eleganten Handtasche.

„Ich habe gehört, dass Ihre kleine Firma damals kurz vor dem Aus stand. Und dass Lars Sie damals gerettet hat, indem er eine größere Investition vermittelt hat. Eine Investition, die an bestimmte… Bedingungen geknüpft war.“

Frau Schulz wurde leichenblass.

Sie schluckte schwer.

„Das… das ist lange her. Und es hatte nichts mit Renate zu tun.“

„Aber es hatte etwas mit Lars zu tun“, erwiderte Clara, ein triumphierendes Lächeln spielte um ihre Lippen.

„Und ich bin sicher, Lars wäre sehr enttäuscht, wenn diese Geschichte an die Öffentlichkeit käme. Die Art, wie er damals, sagen wir, ‚Gelegenheiten‘ genutzt hat, um sein eigenes Netzwerk aufzubauen.“

Clara tippte mit ihrem Fingernagel auf das Notizbuch.

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