Chapter 3: Das flüchtige Detail des Verwalters

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Investor Lukas Herzog wird auf Vaters Geburtstag öffentlich gedemütigt und entzieht der Familie die gesamte finanzielle Unterstützung

Chapter 1: Die stumme Lüge der Familie

Chapter 2: Die Warnung der Ex-Geliebten

Chapter 3: Das flüchtige Detail des Verwalters

Chapter 4: Der heimliche Sündenpfuhl

Chapter 5: Sofias zerbrochenes Bild

Chapter 6: Die inszenierte Fassade

Chapter 7: Der stille Zusammenbruch

Chapter 8: Die erste leise Reue

Chapter 9: Ein neuer Morgen an der Alster

Die Woche, die auf das Treffen mit Lena folgte, war von einer unruhigen Energie erfüllt. Lenas Worte hatten ein klares Bild gezeichnet.

Ich musste mich an ihre Warnungen halten: Fakten sammeln, vorsichtig vorgehen, auf Details achten.

Ich saß in meinem Büro, als mein Kalender mich an den routinemäßigen Anruf mit Herrn Schmidt erinnerte. Ein langjähriger, vertrauenswürdiger Finanzberater der Herzogs, der seit Jahrzehnten die Geschicke unseres Familienvermögens verwaltete.

Er war akribisch, ein bisschen altmodisch, aber absolut loyal.

“Guten Tag, Herr Herzog”, sagte er, seine Stimme klang wie immer ein wenig formell, aber freundlich. “Alles in Ordnung bei Ihnen?”

“Ja, Herr Schmidt, alles bestens. Und bei Ihnen?”

Wir sprachen kurz über die allgemeinen Marktentwicklungen, die üblichen Smalltalk-Themen, die unsere Gespräche seit Jahren prägten. Dann leitete ich das Gespräch auf den Kern meines Anliegens.

“Ich wollte noch einmal unsere Investitionen durchgehen, Herr Schmidt”, sagte ich beiläufig. “Besonders in Anbetracht der aktuellen Volatilität des Marktes.”

“Selbstverständlich, Herr Herzog”, antwortete er pflichtbewusst. “Alle Ihre Portfolios sind stabil, die Gewinne sind wie erwartet.”

“Ich mache mir generell Gedanken über die Investition in Start-ups”, fuhr ich fort, vorsichtig, um nicht zu spezifisch zu werden. “Man hört so viel über schnelle Gewinne, aber auch über ebenso schnelle Verluste. Gerade bei diesen hippen Tech-Firmen.”

Herr Schmidt seufzte leise. “Oh ja, Herr Herzog. Das ist ein zweischneidiges Schwert. Viele meiner Klienten sind anfällig für den Reiz des Neuen, des Ungewissen.”

“Die Familie Herzog hat ja auch in ‘AlsterConnect’ investiert, nicht wahr?”, warf ich ein, als wäre es eine zufällige Erinnerung. “Konrads Start-up. Mein Vater war sehr begeistert.”

Ein kurzes Zögern am anderen Ende der Leitung. Ich spitzte die Ohren.

“In der Tat, Herr Herzog”, sagte Schmidt schließlich. “Dr. Herzog war… sehr überzeugt von dem Potenzial. Eine wirklich innovative Idee, wie er immer betonte.”

“Ich habe mir die Unterlagen nur oberflächlich angesehen, als mein Vater davon sprach”, sagte ich und spielte den uninteressierten Bruder. “Klingt ja sehr vielversprechend, diese KI-Algorithmen und so.”

“Ja, ja, die Algorithmen”, murmelte Herr Schmidt. “Eine komplexe Angelegenheit, diese ganze KI-Materie.”

Dann rutschte es ihm heraus, so beiläufig, als wäre es eine Randnotiz. “Wobei Herr Klein bei den Verhandlungen doch sehr auf eine bestimmte Klausel bestanden hatte. Eine… sagen wir mal, unkonventionelle Klausel für ein Start-up dieser Größe.”

Mein Herz machte einen Sprung. Lena hatte recht gehabt.

“Eine unkonventionelle Klausel?”, fragte ich, meine Stimme war ruhig, obwohl mein Inneres tobte. “Was genau meinen Sie damit, Herr Schmidt?”

Herr Schmidt räusperte sich. “Nun, Herr Herzog, normalerweise tragen Gründer ein erhebliches persönliches Risiko. Das ist der Geist eines Start-ups, nicht wahr? Sie glauben an ihre Idee, sie bürgen mit ihrem Namen, mit ihrem Vermögen.”

“Herr Klein hingegen hat darauf bestanden, dass er persönlich von jeglicher Haftung befreit ist, sollte ‘AlsterConnect’ scheitern. Das gesamte Risiko, und ich betone, das gesamte Risiko, liegt damit einzig und allein bei den Investoren.”

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