Chapter 4: Das wackelnde Fundament

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Mein Schwager und meine Schwiegereltern versuchten, meine schwangere Frau und meinen Sohn zu vertreiben, aber ich hatte einen unerwarteten Beweis.

Chapter 1: Die vergifteten Reste

Chapter 2: Die Narbe der Vergangenheit

Chapter 3: Die öffentliche Schande

Chapter 4: Das wackelnde Fundament

Chapter 5: Der Preis der Wahrheit

Chapter 6: Die eisige Stille

Chapter 7: Der neue Morgen

Nach dem desaströsen Familienessen wusste ich, dass ich keine Zeit verlieren durfte. Die Lügen und Anschuldigungen hatten Katja tief getroffen, ihre Augen waren rot und geschwollen, ihre Lebensfreude schien für Tage gedämpft.

Ich hatte immer geglaubt, der Ehevertrag und die Tatsache, dass Katja als alleinige Eigentümerin im Grundbuch stand, würden uns vor meinen Spielschulden und den möglichen Zugriffen meiner Familie schützen. Jetzt war ich mir da nicht mehr so sicher.

Am nächsten Morgen rief ich bei einem Anwalt an, dessen Namen mir ein alter Freund gegeben hatte. Herr Müller, so der Name, hatte einen Ruf als Experte für Familien- und Erbrecht.

Das Büro von Herrn Müller war modern und hell, aber ich fühlte mich trotzdem unwohl. Die kühle Professionalität des Raumes stand im krassen Gegensatz zu dem emotionalen Chaos in meinem Leben.

Herr Müller empfing mich freundlich. Er war ein älterer Herr mit einer ruhigen Ausstrahlung und scharfen Augen hinter einer randlosen Brille.

Ich legte ihm alle Dokumente vor: den Ehevertrag, die Kaufverträge des Hauses, die Grundbucheinträge. Ich erzählte ihm von meiner Spielsucht, meiner Therapie und dem aktuellen Plan meiner Familie, mich für inkompetent erklären zu lassen.

Ich erzählte ihm auch von der Aufnahme, die ich hatte, und von den Gerüchten, die sie auf dem Familientreffen verbreitet hatten.

Herr Müller hörte geduldig zu, machte sich Notizen. Er blätterte durch die Papiere, sein Blick war konzentriert.

„Auf den ersten Blick“, begann er, seine Stimme war ruhig und überlegt, „sieht Ihre Situation gut aus, Herr Ergün. Der Ehevertrag schützt Katja Weber vor Ihren Schulden, und ihr alleiniges Eigentum am Haus ist ein starkes Argument.“

Ich atmete erleichtert auf. Aber meine Erleichterung war kurzlebig.

„Aber“, fuhr Herr Müller fort, und das war das gefürchtete Wort, „Ihre Familie scheint sehr entschlossen zu sein. Und die rechtliche Inkompetenz ist ein ernstzunehmender Ansatzpunkt.“

Ich spürte, wie sich ein kalter Knoten in meinem Magen bildete. „Aber wie? Das Haus gehört Katja.“

„Im deutschen Familienrecht gibt es Mechanismen, um vermeintliche Benachteiligungen oder ungewöhnliche Vermögensübertragungen anzufechten“, erklärte er. „Besonders, wenn der betroffene Ehepartner in einer finanziell oder psychisch vulnerablen Lage war.“

„Ihre Spielsucht, auch wenn sie überwunden ist, könnte von Ihrer Familie als Beweis für eine vorübergehende oder sogar dauerhafte ‚Inkompetenz‘ herangezogen werden. Sie könnten argumentieren, dass Sie aufgrund Ihrer Sucht nicht in der Lage waren, rationale Entscheidungen zu treffen.“

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