Chapter 4: Lena’s Schatten

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After My Daughter Was Threatened, I Uncovered My Husband's Double Life

Chapter 1: Die Hochzeitsfirma

Chapter 2: Verträge des Verrats

Chapter 3: Rufmord und Reaktionen

Chapter 4: Lena’s Schatten

Chapter 5: Die Spur des Notars

Chapter 6: Der Sturz des Architekten

Chapter 7: Der Scherbenhaufen

Chapter 8: Ein Generationenerbe

Das Treffen mit Katrin hatte mir neuen Mut gegeben, aber ich wusste, dass es noch einen weiteren Weg gab, um an Informationen zu gelangen: direkt ins Herz von Sebastians Plänen, und das bedeutete, mit Lena zu sprechen. Ich musste verstehen, wie tief sie in den Betrug verwickelt war, oder ob sie nur ein unschuldiges Opfer seiner Manipulation war. Der Gedanke, sie zu treffen, widerstrebte mir zutiefst, aber ich wusste, es war notwendig.

Ich arrangierte das Treffen unter dem Vorwand, die Hochzeitsdetails besprechen zu wollen. Ich schickte ihr eine E-Mail, in der ich schrieb, dass ich trotz aller Differenzen das Gefühl hätte, als Mutter von Sebastians Kind müsse ich zumindest versuchen, eine zivilisierte Basis für zukünftige Interaktionen zu finden. Es war eine Lüge, eine strategische Finte, die Sebastian mir beigebracht hatte.

Lenas Antwort kam prompt und war überschwänglich freundlich. Sie schlug ein elegantes Café in der Innenstadt vor, der perfekte Ort, um gesehen zu werden. Sie war offensichtlich stolz auf ihre bevorstehende Rolle als Sebastians Frau und wollte ihr Glück zur Schau stellen.

Am vereinbarten Tag saß Lena bereits an einem Tisch, als ich ankam. Sie trug ein teures Designer-Outfit und funkelte vor Selbstzufriedenheit. Ihr Babybauch, den Sebastian so hämisch erwähnt hatte, war nicht zu übersehen. Sie strahlte, als ich mich ihr gegenüber setzte.

„Lia! Wie schön, dich zu sehen“, sagte sie mit einer Stimme, die viel zu süß war. „Ich freue mich so, dass wir das alles hinter uns lassen können. Sebastian meinte, du hättest es dir anders überlegt.“

Ich zwang mich zu einem Lächeln. „Es ist für Clara wichtig, Lena. Und für Sebastians Ansehen. Ich dachte, wir könnten vielleicht über die Gästeliste sprechen. Ich habe gehört, dass Tante Renate nicht auf der Liste steht, und sie würde sich sehr verletzt fühlen.“

Lena winkte ab. „Ach, die Gästeliste. Sebastian kümmert sich um alles. Er ist so ein Organisationstalent. Und er hat so viel um die Ohren mit den Vorbereitungen für das neue Projekt und die Hochzeit. Wir müssen doch alles perfekt machen.“

Sie plauderte weiter über Blumenarrangements und die Wahl der Location, alles mit einer oberflächlichen Begeisterung, die mich innerlich zusammenzucken ließ. Ich hörte ihr geduldig zu, während ich versuchte, eine Öffnung zu finden, eine Schwachstelle.

„Dieses neue Projekt, das du erwähnt hast“, sagte ich beiläufig, als sie eine kurze Pause machte, um an ihrem Latte Macchiato zu nippen. „Ist das das in den Karpaten? Sebastian hat früher immer von großen Plänen in Osteuropa geschwärmt.“

Lenas Lächeln versteifte sich für einen winzigen Moment. Ein fast unmerkliches Zucken in ihren Augen.

„Oh, das… das ist nur Sebastians neueste große Idee“, sagte sie und versuchte, eine sorglose Miene aufzusetzen. „Er hat immer so viele Eisen im Feuer. Ich versuche, mich da rauszuhalten. Das sind seine komplizierten Finanzgeschäfte.“

„Aber du weißt doch sicher, dass er große Hoffnungen darauf setzt, oder?“, hakte ich nach. „Ich habe gehört, es ist seine größte Investition überhaupt.“

Lena legte ihre Hand auf ihren Bauch. „Er ist so aufgeregt deswegen. Er sagt, es wird unser aller Zukunft sichern. Wenn das Projekt erfolgreich ist, müssen wir uns nie wieder Sorgen machen.“

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