Chapter 5: Die Spur des Notars

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After My Daughter Was Threatened, I Uncovered My Husband's Double Life

Chapter 1: Die Hochzeitsfirma

Chapter 2: Verträge des Verrats

Chapter 3: Rufmord und Reaktionen

Chapter 4: Lena’s Schatten

Chapter 5: Die Spur des Notars

Chapter 6: Der Sturz des Architekten

Chapter 7: Der Scherbenhaufen

Chapter 8: Ein Generationenerbe

Nach dem Treffen mit Lena rief ich Katrin Sommer sofort an. Ihre Reaktion auf die neuen Informationen war eine Mischung aus Überraschung und Bestätigung.

„Spielschulden? Russisches Syndikat? Das wird ja immer besser“, sagte Katrin trocken. „Das passt zu den Gerüchten, die ich über einige von Grubers Klienten gehört habe. Er hat eine Vorliebe für Kunden, die unter Druck stehen und nicht zu viele Fragen stellen.“

Wir vereinbarten, uns noch am selben Abend in Katrins Büro zu treffen. Ich war gespannt, welche Details sie über Notar Gruber gesammelt hatte. Es war ein kleiner, unscheinbarer Raum in einem alten Gebäude in der Hamburger Speicherstadt, gefüllt mit Aktenbergen, Zeitungsartikeln und einem Meer von Post-its, die quer über eine riesige Pinnwand geklebt waren. Die Atmosphäre war angespannt, aber auch voller Energie.

„Setz dich, Lia“, sagte Katrin und schob einen Stuhl frei, der unter einem Stapel Bücher begraben war. „Ich habe einiges für dich vorbereitet. Du wirst sehen, dein Ex-Mann ist nur ein kleines Rädchen in einem viel größeren Getriebe.“

Sie deutete auf die Pinnwand, die ich nun genauer betrachten konnte. Sie war ein komplexes Geflecht aus Fotos, Namen, Pfeilen und Daten. Notar Gruber prangte in der Mitte, umgeben von einem Netz aus Firmennamen und Projekttiteln.

„Ich bin Gruber seit Monaten auf den Fersen“, begann Katrin. „Angefangen hat alles mit einem Fall in Sachsen. Ein Ehepaar hatte sein gesamtes Erspartes in ein ‚lukratives‘ Ferienparkprojekt investiert. Gruber war der Notar. Das Projekt scheiterte auf mysteriöse Weise, und das Ehepaar verlor alles. Als ich genauer hinsah, stieß ich auf weitere ähnliche Fälle.“

Sie zeigte auf eine Reihe von Fotos von Gebäuden in verschiedenen europäischen Ländern – Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien. Überall gab es Notizen über “Anlegerverluste” und “verdächtige Konkursverfahren”.

„Das sind alles Immobilienprojekte“, erklärte Katrin. „Alle mit demselben Muster: Ein Notar, Herr Gruber, war involviert. Überall tauchten undurchsichtige Investitionsfirmen auf. Und überall endete es mit Verlusten für die Anleger. Das Geld ist wie Rauch verschwunden.“

Ich sah die Karpaten auf der Karte, die ebenfalls auf der Pinnwand klebte. Der Ort, an dem Sebastians betrügerisches Projekt stattfinden sollte. Es war nur ein weiterer Punkt in Grubers System.

„Dein Sebastian ist nur der jüngste in einer langen Reihe von Leuten, die Grubers Dienste in Anspruch nehmen“, fuhr Katrin fort. „Oder besser gesagt, die in sein System geraten. Er ist der Architekt. Sebastian ist nur ein Kunde, der gerade dringend Geld braucht und bereit ist, sich auf Grubers Machenschaften einzulassen.“

Das war Twist 6, der sich vor meinen Augen entfaltete. Katrins Ermittlungen hatten nicht nur einen kleinen Teil von Grubers Verstrickungen aufgedeckt, sondern ein ganzes Netzwerk. Mein Fall war nicht zufällig, sondern ein logischer nächster Schritt in einem etablierten Betrugsmodell.

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