After My Daughter Was Threatened, I Uncovered My Husband's Double Life
Der Plan war minutiös ausgearbeitet, die Anspannung in der Luft greifbar. Ich hatte in den letzten Wochen akribisch daran gearbeitet, einen „Leak“ über eine angeblich neue, hochlukrative Investition aus meinem Treuhandfonds in ein aufstrebendes Tech-Start-up zu inszenieren. Es war eine Geschichte, die Sebastians Gier auf den Punkt treffen und ihn glauben lassen sollte, dass sich eine goldene Gelegenheit bot, die er sich nicht entgehen lassen durfte.
„Die Gerüchte sind gestreut“, sagte ich zu Katrin am Telefon. „Über einen meiner ehemaligen Kollegen, von dem Sebastian weiß, dass er mir noch vertraut. Er hat Andeutungen über ein sensationelles Investment im Bereich Green-Tech gemacht, das ich kurz davor bin abzuschließen.“
„Perfekt“, antwortete Katrin. „Sebastian wird sich darauf stürzen wie ein Geier. Er wird nicht widerstehen können, diesen angeblichen neuen Schatz abzufangen, bevor du ihn festmachst.“
Wir wussten, dass Sebastian auf irgendeine Weise Zugriff auf Informationen über meinen Treuhandfonds hatte, vermutlich über Notar Gruber. Deshalb sollte der „Leak“ über eine vermeintlich *bevorstehende* Investition ihn dazu verleiten, seine illegalen Zugriffsmethoden zu aktivieren, um die Gelder für sich selbst umzuleiten.
Während ich Sebastians Falle legte, intensivierte Katrin ihre Berichterstattung über Grubers frühere Betrügereien. Ihre Artikel enthüllten die Muster der Anlegerverluste und legten seine Verwicklungen in fragwürdige Immobilienprojekte offen. Der öffentliche Druck auf Notar Gruber wuchs, seine Kanzlei war im Visier der Behörden, und Anleger forderten Auskunft.
Dann kam der Tag.
Katrin und ich saßen in einem gemieteten Wagen, der in einer Seitenstraße vor Notar Grubers Büro geparkt war. Wir hörten live zu, wie sich Grubers Verzweiflung entlud. Wochen zuvor hatte Sebastians Handlanger, Janosch Meier, auf Sebastians Anweisung hin einen Wanze in Grubers Büro platziert, um den Notar zu überwachen, da Sebastian ihm nicht mehr traute. Eine Ironie, die wir nun zu unserem Vorteil nutzten.
Ich hatte eine kleine Sprechanlage im Ohr, verbunden mit dem Abhörgerät. Katrin saß neben mir, ihre Augen fixiert auf ein kleines Display, das die Audiosignale visualisierte.
Grubers Stimme war schrill, panisch. „Janosch! Sie sind überall! Die Presse, die Polizei! Diese Sommer ist eine Hexe! Sie gräbt alles aus!“
„Bleiben Sie ruhig, Herr Gruber“, hörten wir Janoschs gereizte Stimme am anderen Ende der Leitung. „Was ist mit dem Richter-Fonds? Ist die Überweisung der letzten Tranche für die Karpaten durch?“
„Nein, noch nicht! Das ist ja das Problem! Jetzt tauchen diese Gerüchte über das neue Tech-Start-up auf! Eine Millionensumme, die Lia Richter dort investieren will! Wenn Sebastian das abfangen will, muss er schnell handeln! Sehr schnell!“
Gruber hustete panisch. „Aber es ist kompliziert! Nach der Geburt des Kindes hat sich alles geändert! Diese verfluchte Klausel! Sebastian hat mich verrückt gemacht, sie einzubauen! Er dachte, sie würde nie ein Kind bekommen, dann hätte er Zugriff gehabt!“
Mein Atem stockte. Eine geheime Klausel. Sebastian hatte eine Klausel in meinem Treuhandvertrag einbauen lassen, die ihm Zugang zu meinem Vermögen verschafft hätte, *wenn ich innerhalb eines Jahres nach der Geburt kein zweites Kind bekommen hätte*. Ein verzweifelter Versuch, die Kontrolle zu erlangen, der durch Claras Geburt zunichtegemacht wurde. Er hatte die Gerüchte über meine Kinderlosigkeit nicht nur als Spott genutzt, sondern als Grund für eine finanzielle Attacke. Es war Twist 8.
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