Chapter 7: Die erste Verbindung

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Ihr Ex-Mann lud sie zu seiner Hochzeit ein, dann verkündete sie kühl, dass sie gerade sein Baby geboren hatte — er hatte die Scheidungspapiere nicht gelesen

Chapter 1: Die Einladung des Betrügers

Chapter 2: Der Schatten der Moral

Chapter 3: Das Geflüster der Gemeinschaft

Chapter 4: Ein unerwarteter Kontakt

Chapter 5: Lukas’ Beobachtungen

Chapter 6: Johannas Erleuchtung

Chapter 7: Die erste Verbindung

Chapter 8: Klaus’ Verzweiflung

Chapter 9: Elenas Enthüllungen

Chapter 10: Die Wahrheit formt sich

Chapter 11: Die Strategie

Chapter 12: Die Vorladung

Chapter 13: Klaus’ Letzter Schachzug

Chapter 14: Die Verlesung der Wahrheit

Chapter 15: Der Höhepunkt der Falle

Chapter 16: Die private Abrechnung

Chapter 17: Die Konsequenzen

Chapter 18: Neubeginn in der Vertrautheit

Zwei Tage später, während ich mit Elisa einen Spaziergang in der Nähe der Gemeinschaftsgrenze machte, bemerkte ich einen unauffälligen Mietwagen, der am Wegrand parkte. Eine Frau mit einer Kamera, getarnt durch ein Fernglas, fotografierte ein unbebautes Feld. Es war genau das Stück Land, von dem die Gerüchte über einen möglichen Unter-Wert-Verkauf kursierten.

Ich erkannte sie sofort wieder. Ihr Gesicht hatte ich schon in einer überregionalen Zeitung gesehen, in einem Artikel über investigative Journalisten. Dr. Elena Schmidt. Ein Blitz der Hoffnung durchfuhr mich.

Sie war tief konzentriert, ihre Augen auf das Feld gerichtet. Ich wusste, dies war meine Chance. Ein kurzer Impuls überkam mich, und ich änderte meinen Weg leicht ab, um direkt an ihrem Wagen vorbeizukommen.

Als ich näherkam, senkte sie die Kamera, ihr Blick traf meinen. Ihre Augen waren scharf und intelligent.

„Guten Tag“, sagte ich leise, als ich ihren Wagen passierte. Mein Baby schlief friedlich in meinem Arm.

Sie nickte mir zu, musterte mich kurz.

„Guten Tag“, erwiderte sie. Ihre Stimme war professionell, aber nicht abweisend.

Ich zögerte einen Moment, dann sprach ich, meine Stimme kaum mehr als ein Flüstern.

„Das ist ein interessantes Feld. Gerüchten zufolge soll es an jemanden verkauft werden, der der Gemeinschaft nahesteht. Unter Wert.“

Elena hob eine Augenbraue. Ihre Miene wurde aufmerksamer. Sie sah mich nun genauer an.

„Sie wissen darüber Bescheid?“, fragte sie.

Ich nickte leicht.

„Ich weiß mehr als Gerüchte. Und ich weiß, dass es mehr gibt als nur moralische Fehler in dieser Gemeinschaft. Viel mehr.“

Ein Ausdruck von Faszination legte sich auf ihr Gesicht. Sie legte die Kamera beiseite und öffnete die Autotür ein Stück.

„Ich bin Dr. Elena Schmidt. Ich bin Journalistin.“

„Johanna Richter“, stellte ich mich vor.

„Ich habe Ihren Namen in den lokalen Zeitungen gelesen“, sagte sie. „Wegen der… nun, der Angelegenheit mit Herrn Werner.“

Ich spürte einen Stich bei der Erwähnung seines Namens, aber ich hielt meine Fassung.

„Herr Werner macht mehr als nur ‘moralische’ Fehler, Frau Schmidt. Er betrügt. Nicht nur mich, sondern die Gemeinschaft selbst.“

Ihre Augen weiteten sich leicht. Ich hatte ihre volle Aufmerksamkeit. Sie sah zu, wie ich Elisa fester an mich drückte.

„Das ist eine ernste Anschuldigung, Frau Richter“, sagte Elena.

„Ich habe Beweise“, antwortete ich ruhig. „Nicht für die Finanzen direkt, aber für die Motive. Für die Lügen, die er erzählt hat, um seine Taten zu vertuschen.“

Sie überlegte kurz.

„Das könnte zu meiner Recherche passen. Würden Sie bereit sein, sich mit mir zu treffen? Diskret? Ich suche nach der Wahrheit über die Finanzen der Gemeinschaft.“

Ich nickte sofort.

„Ja. Sehr gerne. Ich glaube, unsere Fälle sind enger miteinander verbunden, als Sie denken.“

Ich nannte ihr eine Zeit und einen Ort, der außerhalb der Gemeinschaft lag, ein kleines, unauffälliges Café in einer Nachbarstadt. Ich wusste, dass Klaus seine Augen und Ohren überall hatte. Diskretion war jetzt entscheidend.

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