Chapter 10: Der Verrat des Mitarbeiters

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Am Flughafen sah der frisch verheiratete Julian Voss seine Ex-Freundin mit einem Kind, dessen Augen seine eigenen spiegelten – eine Wahrheit, die seine gesamte Karriere zerstören könnte.

Chapter 1: Die Ankunft der Wahrheit

Chapter 2: Familientreffen im Schatten

Chapter 3: Erste Spuren

Chapter 4: Die Klausel der Trennung

Chapter 5: Ein kalter Kaffee

Chapter 6: Helgas Schachzüge

Chapter 7: Sophies Schweigen

Chapter 8: Lenas kleiner Hinweis

Chapter 9: Die drohende Kampagne

Chapter 10: Der Verrat des Mitarbeiters

Chapter 11: Eine unerwartete Verbündete

Chapter 12: Onkel Karls Geständnis

Chapter 13: Der Schattenfonds

Chapter 14: Die Suche nach Herrn Gruber

Chapter 15: Des Großvaters Vermächtnis

Chapter 16: Die verschlüsselte Wahrheit (BUILD-UP)

Chapter 17: Die Enthüllung des Verrats (CLIMAX)

Chapter 18: Die unausweichlichen Konsequenzen (IMMEDIATE AFTERMATH)

Chapter 19: Ein Neuanfang, mit Kompromiss (RESOLUTION/EPILOGUE)

Ich hatte nur wenige Stunden geschlafen, als mein Handy erneut vibrierte. Es war eine unbekannte Nummer. Ich zögerte, doch die Dringlichkeit von Finns Anruf lag noch immer in der Luft. Ich nahm ab.

„Herr Voss? Mein Name ist Martin Schwarz. Ich war ehemaliger Mitarbeiter bei VividTech Solutions.“

Die Stimme war leise, zögernd. Ich spürte sofort, dass dies ein wichtiger Anruf war.

„Ich habe gehört, was Helga Richter plant“, fuhr Herr Schwarz fort, seine Stimme war nun fester, von Wut durchzogen.

„Diese ‚Diskrepanz‘ in den Reisekostenabrechnungen. Das ist eine Lüge. Eine Inszenierung.“

Mein Herz klopfte. Hier war die Bestätigung, die ich brauchte. Der ehemalige Mitarbeiter war von Helgas Audit ebenfalls ruiniert worden. Seine Karriere war durch die von ihr inszenierten Gerüchte beendet worden. Er war ein direkter Leidtragender.

„Erzählen Sie mir alles“, sagte ich.

„Ich bin ein Opfer von Helgas Spiel. Mein Ruf wurde zerstört. Ich habe alles verloren“, sagte Martin Schwarz, die Bitterkeit in seiner Stimme war unüberhörbar.

„Sie haben unsere Firma systematisch diskreditiert. Und ich habe Beweise.“

Er erklärte, dass die besagte „Diskrepanz“ ein von Helgas PR-Agentur inszeniertes Gerücht war. Er hatte E-Mails, die dies beweisen. Helgas Kanzlei hatte die Agentur angewiesen, falsche Berichte zu verbreiten und gezielt Informationen über angebliche Unregelmäßigkeiten zu streuen.

„Die haben sogar versucht, mich zu bestechen“, sagte er, seine Stimme war erfüllt von Ekel.

„Damit ich falsche Aussagen mache. Aber ich habe abgelehnt.“

Er hatte die E-Mails als eine Art Lebensversicherung behalten, für den Fall, dass Helga jemals versuchen sollte, ihn weiter zu schädigen. Er hatte gehofft, sie nie verwenden zu müssen. Nun war der Zeitpunkt gekommen.

„Sie wollten VividTech komplett zerstören“, fuhr er fort.

„Nicht nur wegen der Geschäftsbeziehung zu Ihnen, sondern auch, weil sie Konkurrenz waren. Ihre Ideen waren zu innovativ für Richters konservatives Portfolio.“

Das war ein entscheidender Punkt. Helga hatte Claras Startup nicht nur als persönliches Hindernis für meine Beziehung gesehen, sondern als geschäftliche Bedrohung für Richter & Söhne. Sie hatte sie aus dem Weg räumen wollen, um ihre eigene, konservative Strategie zu schützen. Ihre Überzeugung, dass der Erfolg der Familie über alles ging, war zutiefst verdreht.

„Ich habe die E-Mails damals kopiert“, erklärte Martin Schwarz.

„Sie sind verschlüsselt, aber ich kann sie dir entschlüsseln. Sie beweisen, dass Helgas Kanzlei die PR-Agentur beauftragt hat, diese Gerüchte über die Reisekostenabrechnungen zu streuen.“

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