Chapter 2: Die dubiosen Belege

#content-1

Her surgeon husband and father-in-law publicly humiliated her after childbirth, then her quiet father revealed a military tattoo that made them vomit.

Chapter 1: Die verpixelte Wahrheit

Chapter 2: Die dubiosen Belege

Chapter 3: Der stille Komplize

Chapter 4: Die kalte Wahrheit

Chapter 5: Die Falle schnappt zu

Chapter 6: Das letzte Angebot

Chapter 7: Der tiefe Fall

Chapter 8: Ein Jahr danach

Die Unterlagen, die Markus auf dem alten Küchentisch ausgebreitet hatte, waren ein chaotischer Haufen. Ich sah verschleierte Rechnungen, Quittungen ohne klare Verwendungszwecke und seltsame Überweisungsbelege.

Ein Seufzer entfuhr mir. „Wie sollen wir hier etwas finden, Markus? Das ist ja ein Wald aus Zahlen.“

Markus strich sich über die Stirn. Sein Blick war konzentriert, anders als mein eigener, der zwischen Frustration und Ungeduld hin und her sprang.

„Ich habe das schon seit Monaten gesammelt“, sagte er ruhig. „Es gibt Muster, Lena. Zahlungen, die immer wieder an dieselben Empfänger gehen, aber nie ganz klar benannt sind.“

Er deutete auf einen Stapel. „Hier. ‘Consulting-Dienstleistungen’. Hohe Beträge. Aber nie eine detaillierte Aufschlüsselung. Für ein Unternehmen unserer Größe ist das ungewöhnlich.“

Ich nahm die oberste Rechnung. Der Empfänger war eine Firma namens „Global Solutions Consulting“. Ein generischer Name, der keinerlei Rückschlüsse zuließ.

„Und die Adresse?“, fragte ich. „Ist das ein echtes Büro?“

Markus hatte das bereits überprüft. „Eine Postfachadresse. Oder ein virtuelles Büro. Nichts Konkretes.“

Wir arbeiteten uns stundenlang durch die Papiere. Der Duft von kaltem Kaffee und alter Tinte lag in der Luft. Meine Augen brannten, aber die Entschlossenheit wuchs mit jeder neuen Ungereimtheit, die wir fanden.

Markus hatte eine Tabelle erstellt, in der er die wiederkehrenden Zahlungen zusammenfasste. Er zeigte auf eine Zeile. „Dieser hier. Immer wieder vierzigtausend Euro. Jeden Monat seit über einem Jahr.“

Ich suchte die entsprechenden Belege. Wieder „Global Solutions Consulting“.

„Da muss es doch eine Kontaktperson geben“, murmelte ich. „Jemand muss die Rechnungen genehmigen. Jemand muss diese Firma gegründet haben.“

Markus hatte Notizen gemacht. „Die Korrespondenz läuft über eine E-Mail-Adresse, die nicht auf unserer Firmen-Domain ist. Aber die IP-Adresse konnte ich zurückverfolgen. Sie führt zu einem kleinen Bürogebäude in einem gehobenen Viertel in München.“

Mein Herzschlag beschleunigte sich. „Gib mir die Adresse.“

Ich tippte sie in mein Handy ein. Google Maps zeigte ein elegantes Gebäude mit einem kleinen Namensschild neben der Tür: „Global Solutions Consulting“. Es sah seriös aus, aber irgendetwas fühlte sich falsch an. Es war zu perfekt, zu unauffällig.

Ich schaltete auf die Satellitenansicht um. Neben dem Bürogebäude befanden sich luxuriöse Stadthäuser. Eines davon, mit einem gepflegten Vorgarten und einem modernen Anbau, stach hervor.

„Warum sollte eine Consulting-Firma, die angeblich so große Projekte betreut, nur ein kleines Büro in einem Wohngebiet haben?“, fragte ich laut.

Markus zuckte die Achseln. „Vielleicht ist es nur eine Tarnung. Eine Briefkastenfirma.“

You May Also Like

More From Author

+ There are no comments

Add yours