Chapter 3: Der stille Komplize

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Her surgeon husband and father-in-law publicly humiliated her after childbirth, then her quiet father revealed a military tattoo that made them vomit.

Chapter 1: Die verpixelte Wahrheit

Chapter 2: Die dubiosen Belege

Chapter 3: Der stille Komplize

Chapter 4: Die kalte Wahrheit

Chapter 5: Die Falle schnappt zu

Chapter 6: Das letzte Angebot

Chapter 7: Der tiefe Fall

Chapter 8: Ein Jahr danach

Der Geruch von altem Papier und Desinfektionsmittel lag in der Luft von Herrn Schneiders Büro, als wir es am nächsten Morgen betraten. Seine kleine Welt war geordnet bis ins Detail: Stifte in Reih und Glied, Akten sorgfältig gestapelt. Er sah von seinem Bildschirm auf, seine Augenbrauen hoben sich überrascht.

„Lena, Markus“, sagte er, seine Stimme war ein wenig zu fröhlich. „Was für eine Ehre. Kann ich Ihnen helfen?“

Seine Nervosität war fast greifbar. Seine Hände zupften an den Manschetten seines Hemdes.

„Guten Morgen, Herr Schneider“, sagte ich, und versuchte, so ruhig wie möglich zu klingen. „Wir haben eine kleine Frage zu einigen älteren Buchhaltungsunterlagen. Markus ist über etwas gestolpert, das uns verwirrt hat.“

Ich warf Markus einen kurzen Blick zu. Er verstand.

„Ja, Herr Schneider“, setzte Markus an. „Es geht um diese wiederkehrenden Zahlungen an ‘Global Solutions Consulting’. Ich konnte die Projekte, für die sie angeblich gearbeitet haben, nicht wirklich finden. Keine Referenzen, keine detaillierten Berichte.“

Herr Schneider wurde blass. Er wich unserem Blick aus und blickte stattdessen auf seine Tastatur.

„Ach, diese Zahlungen“, sagte er und wischte sich über die Stirn. „Das sind ganz normale Betriebsausgaben, meine Herren. Oder vielmehr, meine junge Dame. Das sind vertrauliche Beratungsdienstleistungen. Ihr Vater hat das persönlich genehmigt.“

Er versuchte, die Angelegenheit herunterzuspielen, aber seine Stimme überschlug sich fast.

„Vertraulich?“, fragte ich. „Uns scheint es eher so, als wären sie sehr verschleiert. Eine Postfachadresse, kein klares Projekt.“

Herr Schneider lachte kurz, ein unnatürliches Geräusch. „Manchmal sind Diskretion und Vertraulichkeit im Geschäft unerlässlich, Lena. Besonders bei so großen Transaktionen.“

„Großen Transaktionen?“, fragte Markus. „Wir reden hier von Hunderttausenden von Euros jeden Monat. Für eine Firma, die nach außen hin kaum existiert.“

Die Anspannung im Raum wurde dichter. Herr Schneiders Stirn glänzte vor Schweiß. Er stand auf und ging zum Fenster, blickte auf den Parkplatz hinunter.

„Ich verstehe Ihre Bedenken“, sagte er, seine Stimme jetzt leiser. „Aber glauben Sie mir, das ist alles sauber. Ein paar Fehlbuchungen vielleicht, aber nichts Illegales.“

Ich legte den Ausdruck auf seinen Schreibtisch. Es war ein detaillierter Kontoauszug, den Markus aus den gehackten Daten unseres Vaters extrahiert hatte. Darauf war eine Überweisung von über einer Million Euro an einen Schweizer Ferienimmobilienfonds zu sehen. Der Name des Fonds war deutlich. Und der Inhaber des Fonds war die „Familie Müller-Schmidt“.

„Sogar unsere eigene Recherche kann zeigen, dass das Geld direkt an Katja Müllers Familie in diesen Ferienimmobilienfonds in der Schweiz ging, Herr Schneider“, sagte ich, meine Stimme fest. „Das ist mehr als nur eine Fehlbuchung. Das ist Veruntreuung. Und Katja Müllers Schwester hat die Scheinfirma betrieben.“

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