Her surgeon husband and father-in-law publicly humiliated her after childbirth, then her quiet father revealed a military tattoo that made them vomit.
Es war tief in der Nacht. Ich lag wach, noch immer verärgert über das Gespräch mit meiner Mutter, als Markus in mein Zimmer stürmte. Sein Gesicht war ernst, seine Augen aufgerissen.
„Lena!“, flüsterte er. „Ich habe gerade etwas gehört. Ich habe Papas Handy abgefangen. Er hat mit Katja telefoniert.“
Ich setzte mich ruckartig auf. Die Wut auf meine Mutter verpuffte angesichts dieser neuen Dringlichkeit.
„Was hat er gesagt?“, fragte ich, meine Stimme war heiser.
Markus rang nach Luft. „Er hat Pläne gemacht. Für die Flucht. Er will Katja und das Baby aus einer Privatklinik in Zürich abholen. Und sie dann an einem unbekannten Ort verstecken. Für immer.“
Die Worte trafen mich wie ein Schock. Eine Privatklinik in Zürich. Das Baby war tatsächlich im Ausland geboren worden, um die deutschen Behörden zu umgehen. Mein Vater plante nicht nur, sich der Verantwortung zu entziehen, er hatte alles von langer Hand geplant. Er würde mit Katja und seinem unehelichen Kind in der Schweiz untertauchen. All unsere Beweise, all unsere Arbeit wären umsonst, wenn er verschwand.
„Wir müssen ihn aufhalten“, sagte ich. „Sofort. Wenn er fliegt, ist er weg.“
Markus nickte. „Er will den Firmenjet nehmen. Morgen früh.“
Die Zeit drängte. Ich musste schnell denken. Ich erinnerte mich an die vielen Male, als ich meinem Vater bei Reisevorbereitungen assistiert hatte. Ich kannte die Systeme, die Flugpläne, die Datenbanken, die er nutzte. Er hatte mir einmal gezeigt, wie die Piloten des Firmenjets die Flugpläne einreichten und wie kleine technische Probleme gemeldet wurden. Ein leichtsinniger Fehler meines Vaters, der mir jetzt eine Waffe in die Hand gab.
„Ich habe eine Idee“, sagte ich. „Ich kann mich in das System hacken. In die Flugpläne des Jets.“
Markus sah mich ungläubig an. „Du kannst das?“
„Ich habe meinem Vater oft zugesehen, wie er seine Reisen plante“, sagte ich. „Und ich habe einiges gelernt, als ich nach seinen geheimen Dateien gesucht habe.“
Ich sprang auf und setzte mich an meinen Laptop. Meine Finger flogen über die Tastatur. Ich nutzte ein VPN, um meine Spuren zu verwischen, und wählte mich in die Datenbank der Fluggesellschaft ein, die den Firmenjet meines Vaters verwaltete. Der Zugang war nicht so gut geschützt, wie man erwarten würde.
Ich fand den Flugplan für den nächsten Morgen: München nach Zürich.
Ich überlegte kurz, was die beste Strategie wäre. Eine direkte Stornierung würde Verdacht erregen. Ein „technischer Defekt“ hingegen würde zu einer obligatorischen Überprüfung führen.
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