The Rossi Family Tried To Steal My Empire On My Hospital Bed, Not Knowing I'd Recorded Their Every Treacherous Word
Die Tage nach der Vorstandssitzung waren für mich eine zähe Mischung aus unterschwelliger Wut und dem drängenden Bedürfnis nach Klarheit. Ich hatte mich in mein privates Büro zurückgezogen, ein stiller Raum, der normalerweise mein Refugium war, aber jetzt eher einem Kommandoposten glich.
Ich war gerade dabei, einige alte Akten zu sichten, als es leise an meiner Tür klopfte.
„Herein“, sagte ich, überrascht, denn ich hatte keine Termine.
Dr. Katrin Voss, unsere Firmenanwältin, trat ein. Ihr Gesicht war angespannt, ihre Haltung straff, aber ich sah eine Nervosität in ihren Augen, die ich von der sonst so gefassten Juristin nicht kannte.
Sie trug einen großen, dicken Umschlag in der Hand.
„Herr Sommer“, begann sie, ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. „Ich hoffe, ich störe nicht. Aber ich halte etwas, das Sie unbedingt sehen müssen.“
Ich deutete auf den Besucherstuhl.
„Setzen Sie sich, Dr. Voss. Was ist los?“
Sie setzte sich vorsichtig, legte den Umschlag auf meinen Schreibtisch und schob ihn zu mir. Ihre Finger zitterten leicht.
„Ich… ich konnte es nicht länger mitansehen“, sagte sie. „Das, was bei der Präsentation passiert ist, war nur die Spitze des Eisbergs. Ich habe Verdacht geschöpft, als ich sah, wie kalt Helena war, wie sie Ingrid vorgeführt hat.“
Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken.
Ich nickte langsam. „Ich habe auch ein ungutes Gefühl gehabt.“
„Es war mehr als das“, fuhr Voss fort, ihre Stimme wurde etwas fester. „Nach der Sitzung habe ich mich gefragt, ob es da draußen mehr gibt. Ich habe meine Augen offengehalten.“
Sie schluckte schwer.
„Ich habe in den Büromüll von Frau Sommer sehen müssen“, gab sie zu, die Röte stieg ihr ins Gesicht. „Es war ein absolutes Unding, aber mein Gewissen… es ließ mir keine Ruhe.“
Ich lehnte mich vor, meine volle Aufmerksamkeit gehörte ihr.
„Ich habe geschredderte Dokumente gefunden“, sagte sie. „Aus ihrem Büro. Ich habe sie über Nacht mühsam rekonstruiert.“
Meine Augen wanderten zu dem Umschlag auf dem Schreibtisch.
„Was haben Sie gefunden?“, fragte ich, meine Stimme war tiefer geworden.
Sie öffnete den Umschlag selbst und holte eine Ansammlung von Folien hervor, auf denen sorgfältig geklebte Papierschnipsel zu sehen waren. Es waren Fragmente einer E-Mail, handgeschriebene Notizen, Diagramme. Es war ein Puzzle, das langsam ein Bild ergab.
„Dies ist eine interne E-Mail, die an einen externen Dienstleister geschickt wurde“, erklärte Voss, während sie auf die rekonstruierten Fragmente zeigte. „Es geht um die Software, die bei Ingrids Präsentation verwendet wurde. Hier… ‚System-Check vor geplanter Präsentation mit absichtlicher Verzögerung der Datenaktualisierung‘.“
Ich spürte, wie sich mein Magen zusammenzog. Das war keine technische Panne gewesen.
„Und hier“, fuhr Voss fort, ihre Stimme sank wieder. „Ein Entwurf für eine interne Mitteilung, die nach Ingrids Scheitern veröffentlicht werden sollte. Sie sollte Ingrids Rolle im Sozialprojekt minimieren und Helenas eigene Führungsposition in der Initiative hervorheben.“
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