Chapter 4: Das digitale Versteck

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Mein Sohn hatte Geburtstag, doch meine Mutter nutzte die Feier als Vorwand, um die Kontrolle über mein medizinisches Forschungsprojekt und mein Vermögen zu übernehmen.

Chapter 1: Die Inszenierung einer Mutter

Chapter 2: Der Verrat des Kollegen

Chapter 3: Die erste Spur im Alt-Handy

Chapter 4: Das digitale Versteck

Chapter 5: Grubers Komplizenschaft

Chapter 6: Marthas wahre Angst

Chapter 7: Die Frage nach der “alten Akte”

Chapter 8: Lenas Erinnerung

Chapter 9: Die Truhe der Erinnerungen

Chapter 10: Der Entwurf des Anschwärzungsbriefes

Chapter 11: Bens letzte Warnung

Chapter 12: Die nächtliche Vorbereitung

Chapter 13: Der Weg zur Konfrontation

Chapter 14: Der Beginn der Sitzung

Chapter 15: Marthas Gambit

Chapter 16: Klaus’ Gegenschlag – Teil 1

Chapter 17: Klaus’ Gegenschlag – Teil 2

Chapter 18: Die entblößte Wahrheit

Chapter 19: Der unmittelbare Nachklang

Chapter 20: Die Aufräumarbeiten

Chapter 21: Der nächste Morgen – Ein neues Normal

Mit pochendem Herzen saß ich vor meinem Laptop, die von Ben Kellers altem Handy abgetippten Zugangsdaten vor mir.

Ich öffnete einen Browser und tippte die kryptische E-Mail-Adresse ein, dann das dazugehörige, noch kryptischere Passwort.

Der erste Versuch scheiterte.

Eine Fehlermeldung flimmerte über den Bildschirm: “Benutzername oder Passwort falsch.”

Ich fluchte leise.

Hatte ich einen Fehler gemacht?

War Marthas “digitale Aufräumaktion” doch nur eine Ablenkung gewesen, eine weitere falsche Fährte?

Ich überprüfte die Zeichenfolge erneut, Buchstabe für Buchstabe, Zahl für Zahl.

Es war eine komplexe Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen und Ziffern.

Eine solche Komplexität war typisch für Martha, die alles tat, um ihre Spuren zu verwischen.

Ich atmete tief durch und versuchte es noch einmal, diesmal noch langsamer und konzentrierter.

Jede Taste wurde bewusst gedrückt, jede Zeichenfolge akribisch überprüft.

Und dann, nach einem Moment des Wartens, geschah es.

Der Bildschirm wechselte.

Ich war eingeloggt.

Ein Gefühl der Anspannung, gemischt mit einem Hauch von Triumph, durchfuhr mich.

Ich befand mich auf der Startseite eines Cloud-Speicherdienstes, dessen Name mir nichts sagte.

Es war ein obskurer, kaum bekannter Anbieter, perfekt für jemanden, der Dinge im Verborgenen halten wollte.

Martha hatte wirklich an alles gedacht.

Ich begann, die Ordner zu durchsuchen.

Es gab einige, die unscheinbar wirkten: “Rezepte”, “Gartenplanung”, “Alte Fotos”.

Diese lenkten geschickt von dem ab, was wirklich wichtig war.

Dann sah ich ihn.

Einen Ordner mit dem Namen “Finn_Projekt”.

Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken.

Der Name unseres Sohnes, benutzt als Deckmantel für etwas Bösartiges.

Es war eine weitere persönliche Grausamkeit, die tief in meine Seele schnitt.

Ich öffnete den Ordner, meine Finger zitterten leicht.

Was ich darin fand, übertraf meine schlimmsten Befürchtungen.

Dort lagen nicht nur detaillierte Entwürfe von Marthas Vollmachten, genau die Dokumente, die sie Lena zur Unterschrift vorgelegt hatte.

Es gab auch eine lange Korrespondenz mit Herr Gruber, dem Notar.

Die E-Mails waren datiert und enthielten präzise Anweisungen, die keinen Zweifel an Marthas Absichten ließen.

Martha hatte Herr Gruber angewiesen, die Übertragung meiner Forschungspatente auf eine von ihr kontrollierte Stiftung vorzubereiten.

Der Betreff einer E-Mail lautete: “Betreff: Übergabe der Patentrechte – Finn Richter Treuhandfonds.”

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