Als der diplomatische Vater heimkehrte, fand er seine Familie im Schuppen, während seine Mutter und Schwester die Villa mit seinen €480.000 plünderten.
Georg starrte auf das leere Sparbuch in seiner Hand, sein Blick war leer. Die Audioaufnahme von Adelheid und Katrin hallte noch in seinen Ohren nach, ein Kakophonie aus Verrat und beiläufiger Bosheit.
“Mama… meine Mutter…”, murmelte er, als könnte er die Worte nicht vollständig fassen.
Die Vorstellung, dass seine eigene Mutter ihn und seine Familie auf diese Weise betrogen haben sollte, war unerträglich.
Frau Schmidt legte den schweren Umschlag auf den Tisch.
Sein leises Aufprallen klang im stillen Raum wie ein Urteil.
“Herr Doktor, ich habe im Archiv nachgesehen”, sagte sie, ihre Stimme war ruhig, aber bestimmt.
“Ich habe etwas gefunden, das Ihre Fragen beantworten wird.”
Sie reichte ihm den fünf Jahre alten, handgeschriebenen Brief, den Georg selbst an Adelheid gerichtet hatte.
Georg nahm den Brief entgegen, seine Finger strichen über seine eigene Handschrift.
Ein Ausdruck von Verwirrung legte sich über sein Gesicht.
Er begann zu lesen, und Elias beobachtete, wie sich sein Ausdruck von Verwirrung in puren Schock verwandelte.
Jede Zeile, die Georgs Anweisungen zur Verwendung der €8.000 detaillierte, war ein Stich in sein Herz.
Die Hälfte für Claras separates Konto.
Die andere Hälfte für Elias’ Ausbildung und die Villa.
Es war alles klar und unmissverständlich festgehalten.
Als Georg den Brief beendet hatte, legte er ihn langsam auf den Tisch.
Seine Hände zitterten, seine Augen waren auf Elias gerichtet.
Ein Ausdruck tiefer Enttäuschung und Verletzung war in seinen Augen zu sehen.
“Ich habe ihr vertraut”, flüsterte Georg, seine Stimme war kaum hörbar.
“Ich habe ihr absolut vertraut.”
Frau Schmidt schob die ungeöffneten Kontoauszüge von Claras Sparkonto über den Tisch.
“Diese sind auch aus dem Archiv, Herr Doktor”, sagte sie.
“Fünf Jahre lang nicht geöffnet. Alle zeigen einen Kontostand von null.”
Georg riss die Umschläge auf, seine Finger zitterten so stark, dass er Mühe hatte.
Die kalte, harte Wahrheit der leeren Kontoauszüge schrie ihn an.
Er blickte von den Auszügen zu dem Brief, dann zu Elias, dann zu Frau Schmidt.
Sein Blick war wie der eines Mannes, der soeben aufgewacht war und feststellen musste, dass seine ganze Welt ein Trugbild war.
“Aber wohin ist das Geld dann gegangen?”, fragte Georg, seine Stimme war jetzt scharf, voller Dringlichkeit.
“Ich habe jeden Monat €8.000 überwiesen!”
Frau Schmidt schob ihre eigene detaillierte Aufstellung über den Tisch.
“Herr Doktor, ich habe die Geldflüsse nachverfolgt. Ihre monatlichen Überweisungen gingen an Frau Adelheid Becker.”
Sie zeigte ihm die Tabelle.
“Von dort aus wurden sie nicht an Frau Clara Hoffmanns Sparkonto weitergeleitet.”
Sie tippte auf eine Zeile.
“Stattdessen wurden sie auf ein Konto der ‘Hausverwaltung Becker & Söhne GmbH’ transferiert.”
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