Als der diplomatische Vater heimkehrte, fand er seine Familie im Schuppen, während seine Mutter und Schwester die Villa mit seinen €480.000 plünderten.
Adelheids Wutausbruch und die Zerstörung des Briefes waren der endgültige Beweis für Georg. Jede Hoffnung auf eine friedliche Lösung war zerplatzt.
Georgs Gesicht war eine Maske aus kalter Entschlossenheit.
Er blickte auf die feuchten Papierfetzen auf dem Tisch, dann auf seine Mutter.
Ihre Augen trafen sich, und in Adelheids Blick sah er nur noch blanken Hass.
“Du hast dir dein eigenes Grab geschaufelt, Mama”, sagte Georg, seine Stimme war erschreckend ruhig.
“Ich habe alle Beweise, die ich brauche. Frau Schmidt hat Kopien angefertigt.”
Adelheid erstarrte. Die Erkenntnis, dass ihre Tat nutzlos gewesen war, traf sie wie ein Schlag.
Ihr Gesicht entfärbte sich, ihre Augen weiteten sich vor Schreck.
Georg drehte sich zu Frau Schmidt um.
“Frau Schmidt, bitte informieren Sie umgehend meinen Anwalt und die Staatsanwaltschaft. Alle gesammelten Dokumente sollen übergeben werden.”
Frau Schmidt nickte stumm, ihr Gesicht war ernst.
Sie hatte die Kopien der Unterlagen sicher in ihrer Tasche verwahrt.
Adelheid taumelte einen Schritt zurück, Katrin neben ihr wich ebenfalls zurück.
“Georg, du kannst das nicht tun!”, keuchte Adelheid.
“Deiner eigenen Mutter! Das ist ein Skandal! Dein Ruf ist dann ruiniert!”
“Mein Ruf ist weniger wichtig als die Gerechtigkeit für Clara und Elias”, erwiderte Georg.
Seine Worte waren scharf wie eine Klinge.
“Und es ist mein Ruf, der in Gefahr ist, wenn ich diesen Betrug decke.”
Noch am selben Abend, als die Dämmerung über die Villa hereinbrach, trafen die ersten offiziellen Schreiben ein.
Ein Gerichtsvollzieher überreichte Adelheid und Katrin persönlich eine Räumungsklage für die Villa Hoffmann.
Die Frist war kurz, nur vier Wochen.
Ein weiteres Schreiben enthielt eine Vorladung zur Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des schweren Betrugs und der Urkundenfälschung.
Adelheid hielt die Dokumente in zitternden Händen, ihre Augen waren weit aufgerissen vor Unglauben.
Sie hatte ihre Macht und ihren Einfluss völlig überschätzt.
Katrin brach in Tränen aus.
“Mama, was sollen wir tun?”, schluchzte sie.
“Wo sollen wir hin?”
Adelheid starrte nur auf die Schreiben, ihr Gesicht war eine Mischung aus Schock und kalter Wut.
Georg hatte sie mit einer unerbittlichen Härte getroffen, die sie ihm niemals zugetraut hätte.
Georg traf in diesen Stunden eine weitere schmerzhafte Entscheidung.
Er rief seinen Pressesprecher an und kündigte an, eine interne Untersuchung in seinem Büro einzuleiten.
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