Chapter 3: Die kalte Bestätigung

#content-1

Ihre neue Ehefrau tauschte einen vergifteten Saft aus und filmte den Schwiegervater, der danach ihr Zimmer betrat, aber die Wahrheit zerbrach alles.

Chapter 1: Das vergiftete Glas und die schattenhafte Gestalt

Chapter 2: Die stille Manipulation

Chapter 2: Die stille Manipulation

Chapter 3: Die kalte Bestätigung

Chapter 3: Die kalte Bestätigung

Chapter 4: Die Schatten der Vergangenheit

Chapter 4: Die Schatten der Vergangenheit

Chapter 5: Das gebrochene Versprechen

Chapter 5: Das gebrochene Versprechen

Chapter 6: Die stumme Abrechnung

Chapter 6: Die stumme Abrechnung

Chapter 7: Der Morgen danach

Chapter 7: Der Morgen danach

Chapter 8: Die zersplitterte Erinnerung

Chapter 8: Die zersplitterte Erinnerung

Die Krankenhausflure waren still und steril.

Jeder Schritt hallte unnatürlich laut wider.

Mein Herz pochte nervös, als wir uns Max’ Zimmer näherten.

Anton hatte bereits mit den Ärzten gesprochen.

Er hatte seine Sorge geäußert und auf zusätzliche, spezifische Tests gedrängt.

Tests, die über die Standarduntersuchungen bei einem Koma hinausgingen.

Ich sah das angespannte Gesicht meines Mannes.

Er hatte kaum geschlafen.

Die Sorge um seinen Bruder und die Wut auf seinen Vater nagten an ihm.

Als wir Max’ Zimmer betraten, lag er immer noch regungslos im Bett.

An seinen Armen waren unzählige Schläuche befestigt.

Das leise Piepen der medizinischen Geräte war das einzige Lebenszeichen im Raum.

Karin saß an seinem Bett.

Ihr Blick war leer, ihre Hände hielten Max’ Hand.

Sie sah uns kaum an, als wir hereinkamen.

Ihre Trauer war überwältigend.

Sie war gefangen zwischen der Liebe zu ihren Söhnen und der Furcht vor ihrem Mann.

Anton legte ihr eine Hand auf die Schulter.

Sie zuckte zusammen, als wäre sie aus einem tiefen Schlaf gerissen worden.

„Gibt es etwas Neues?“, fragte sie leise.

Ihre Stimme war heiser.

Anton schüttelte den Kopf.

„Noch nicht. Die Ärzte haben zusätzliche Tests gemacht. Wir warten auf die Ergebnisse.“

Er vermied es, Gerhard oder unsere Verdächtigungen zu erwähnen.

Nicht hier.

Nicht jetzt.

Karin nickte nur.

Sie drehte sich wieder Max zu, ihre Augen voller ungesagter Schuld und Verzweiflung.

Wir verließen das Zimmer und warteten vor der Tür.

Die Minuten zogen sich wie Stunden.

Dann kam Dr. Schmidt, ein älterer, ernster Mann, auf uns zu.

Er trug eine Mappe in der Hand.

Sein Blick war besorgt.

„Herr Richter, Frau Werner“, begann Dr. Schmidt.

Seine Stimme war gedämpft.

„Die Ergebnisse der erweiterten toxikologischen Untersuchung liegen vor.“

Mein Magen zog sich zusammen.

Ich spürte, wie Antons Hand meine suchte und fest drückte.

„Max wurde ein extrem potentes Beruhigungsmittel verabreicht“, sagte Dr. Schmidt.

Er blätterte in seiner Mappe.

„Ein Mittel, das in dieser Dosis zu schweren und dauerhaften neurologischen Schäden führen kann.“

Ein Schock durchfuhr mich.

Die Kälte in meinen Adern breitete sich aus.

„Welches Mittel?“, fragte Anton, seine Stimme war kaum wiederzuerkennen.

„Ein Benzodiazepin der dritten Generation“, antwortete der Arzt.

„Es ist sehr stark und hat eine lange Halbwertszeit. Es ist nicht einfach zu beschaffen und wird normalerweise nur unter strenger Aufsicht in der Anästhesie oder bei schweren Angststörungen eingesetzt.“

Die Implikation war klar.

Das war kein Zufall.

Das war pure Absicht.

„Dauerhafte Schäden?“, flüsterte ich.

Dr. Schmidt nickte langsam.

„In dieser Konzentration und Dauer… Ja. Wir können derzeit nicht garantieren, dass er überhaupt wieder aufwacht. Und selbst wenn, ist es unwahrscheinlich, dass er ohne bleibende Beeinträchtigungen davonkommt.“

Meine Knie drohten nachzugeben.

Ich griff nach Antons Arm.

Gerhards Absicht war tödlich gewesen.

Er hatte Max nicht nur betäuben wollen.

Er hatte ihn zerstören wollen.

„Was bedeutet das für seine Genesung?“, fragte Anton.

Seine Stimme war brüchig.

„Wir wissen es nicht genau“, sagte Dr. Schmidt.

„Wir können nur abwarten und seine Vitalfunktionen stabil halten. Aber sein Gehirn wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen.“

Er blickte uns mitfühlend an.

„Es tut mir leid, dass ich keine besseren Nachrichten habe.“

Die Worte des Arztes hallten in meinem Kopf wider.

You May Also Like

More From Author

+ There are no comments

Add yours