Chapter 6: Die stumme Abrechnung

#content-1

Ihre neue Ehefrau tauschte einen vergifteten Saft aus und filmte den Schwiegervater, der danach ihr Zimmer betrat, aber die Wahrheit zerbrach alles.

Chapter 1: Das vergiftete Glas und die schattenhafte Gestalt

Chapter 2: Die stille Manipulation

Chapter 2: Die stille Manipulation

Chapter 3: Die kalte Bestätigung

Chapter 3: Die kalte Bestätigung

Chapter 4: Die Schatten der Vergangenheit

Chapter 4: Die Schatten der Vergangenheit

Chapter 5: Das gebrochene Versprechen

Chapter 5: Das gebrochene Versprechen

Chapter 6: Die stumme Abrechnung

Chapter 6: Die stumme Abrechnung

Chapter 7: Der Morgen danach

Chapter 7: Der Morgen danach

Chapter 8: Die zersplitterte Erinnerung

Chapter 8: Die zersplitterte Erinnerung

Die Luft im Arbeitszimmer von Gerhard Richter war stickig.

Der Geruch von alten Büchern und Zigarren hing in der Luft.

Die schweren Vorhänge waren zugezogen.

Das gedämpfte Licht einer Schreibtischlampe warf lange Schatten.

Anton hatte Tante Helene überzeugt.

Es war ein schwieriges Gespräch gewesen, wie er mir später erzählte.

Sie hatte viele Fragen gestellt, war skeptisch gewesen.

Aber die Kombination aus Antons Beharrlichkeit und den vage formulierten Forum-Einträgen hatte sie nachdenklich gemacht.

Jetzt standen wir hier.

Ich, Anton und Tante Helene.

Gerhard saß an seinem wuchtigen Schreibtisch.

Er blickte uns mit einer undurchdringlichen Miene an.

Seine Augen waren kalt, aber er zeigte keine Spur von Nervosität.

Max saß in einem Rollstuhl in einer Ecke des Raumes.

Sein Blick war leer.

Er schien nichts wahrzunehmen.

Er war nur eine leere Hülle.

Gerhard ignorierte ihn völlig.

„Was ist der Grund für diesen unangekündigten Besuch?“, fragte Gerhard.

Seine Stimme war ruhig, kontrolliert.

„Ich dachte, wir hätten alles besprochen.“

Er blickte mich kurz an, sein Blick war ein eisiges Lächeln.

„Luise scheint immer noch unter ihren Fantasien zu leiden.“

Tante Helene sah ihn scharf an.

Sie saß kerzengerade auf einem Stuhl.

Ihre Hände ruhten gefaltet in ihrem Schoß.

„Es geht nicht um Fantasien, Gerhard“, sagte Tante Helene.

Ihre Stimme war fest.

„Es geht um die Wahrheit.“

Anton trat vor.

Er hielt eine Aktentasche in der Hand.

„Vater“, begann Anton.

Seine Stimme war überraschend ruhig.

„Ich habe in den letzten Monaten einige Dinge herausgefunden.“

Gerhards Mundwinkel zuckten leicht.

Ein kaum wahrnehmbares Zeichen von Irritation.

„Ach ja? Und was wäre das, mein Sohn?“, fragte Gerhard.

Sein Ton war spöttisch.

Anton legte die Finanzdokumente von Notar Gruber auf den Schreibtisch.

Die Kopien der Verträge, die Belege für die verschobenen Gelder.

Die komplizierten Transaktionen, die Max’ Erbe systematisch geplündert hatten.

„Diese Dokumente zeigen, wie du über Jahre hinweg Max’ Erbschaft manipuliert hast“, sagte Anton.

„Über Herrn Gruber. Systematisch und vorsätzlich.“

Gerhard sah die Papiere an.

Er hob eine Augenbraue.

„Das sind nur geschäftliche Entscheidungen, Anton“, sagte er.

„Max ist nicht in der Lage, seine Finanzen zu verwalten. Ich habe ihn nur geschützt.“

Sein Blick war selbstgerecht.

„Ich habe ihm geholfen.“

Tante Helene schnaubte leise.

Anton legte die medizinischen Berichte von Max daneben.

Die Bestätigung über das starke Beruhigungsmittel.

Die Diagnose der schweren neurologischen Schäden.

„Diese Berichte zeigen, dass Max ein potentes Beruhigungsmittel verabreicht wurde“, sagte Anton.

„In einer Dosis, die lebensgefährlich war und ihn dauerhaft geschädigt hat.“

Gerhards Miene blieb unverändert.

Er blickte auf die Berichte.

Seine Augen waren eisig.

„Ein unglücklicher Unfall“, sagte Gerhard.

Seine Stimme war flach.

„Max hat schon immer Probleme gehabt. Er hat zu viel getrunken.“

Ich spürte, wie mein Herz in meiner Brust hämmerte.

Anton blickte zu mir.

Ich reichte ihm die ausgedruckten Online-Forum-Posts.

Die vagen Berichte über ähnliche „Zwischenfälle“.

Die Beschreibungen eines angesehenen Mannes.

You May Also Like

More From Author

+ There are no comments

Add yours