Chapter 7: Die Verstrickung des Ehemanns

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Die Luft zwischen Markus und mir wurde unerträglich. Nach Lenas Enthüllung über die “Rheinblick Immobilien GmbH” sah ich meinen Ehemann mit anderen Augen. Ich konnte die kalte Berechnung in seinem Blick spüren, die vorher verborgen geblieben war.

Einige Tage später erhielt ich einen unerwarteten Anruf von unserer Hausbank. Es war Herr Klose, unser Kundenberater.

“Guten Tag, Frau Becker”, sagte er, seine Stimme war professionell, aber leicht zögerlich. “Ich rufe Sie wegen einer Routineanfrage bezüglich Ihres Hauses an.”

Mein Herz sank. Eine Routineanfrage. Das war der Moment, den ich befürchtet hatte.

“Mein Haus?”, fragte ich, meine Stimme war dünn. “Welche Art von Anfrage?”

“Herr Richter hat uns kontaktiert”, fuhr Herr Klose fort. “Er hat um eine aktuelle Bewertung des Objekts gebeten und einige Unterlagen angefordert, angeblich für eine ‘Anpassung der Versicherungspolice’. Ich wollte das nur kurz mit Ihnen abstimmen.”

Markus hatte eine Anfrage gestellt. Ohne mein Wissen.

Ich spürte, wie meine Nackenhaare sich aufstellten. Das war mehr als nur eine harmlose “Routineanfrage”.

“Herr Klose”, sagte ich, meine Stimme wurde fester. “Ich habe von keiner solchen Anfrage gewusst. Markus hat das nicht mit mir besprochen.”

Es herrschte ein kurzes Schweigen am anderen Ende der Leitung. Herr Klose war sichtlich überrascht.

“Ich verstehe”, sagte er vorsichtig. “Ich werde diese Anfrage vorerst auf Eis legen. Bitte klären Sie das intern mit Herrn Richter.”

“Das werde ich tun, Herr Klose”, versprach ich. “Vielen Dank für Ihren Anruf.”

Ich legte auf. Meine Hand zitterte, als ich das Telefon zurücklegte.

Das war es. Markus war nicht nur ein passiver Komplize. Er handelte aktiv.

Er versuchte, Informationen über mein Haus zu bekommen. Für wen? Für Elias und seine Scheinfirma.

Die Dreistigkeit war atemberaubend. Er tat es hinter meinem Rücken.

Ich fand Markus in seinem Arbeitszimmer. Er saß vor seinem Laptop, die Stirn gerunzelt.

Ich stand im Türrahmen. Er blickte auf.

“Markus, ich muss mit dir reden”, sagte ich. Meine Stimme war ruhig, aber die Wut kochte in mir.

“Was gibt es denn, Clara?”, fragte er, seine Miene war gereizt. “Ich habe gerade viel zu tun.”

“Die Bank hat angerufen”, sagte ich direkt. “Herr Klose. Wegen der Bewertung meines Hauses.”

Markus’ Gesicht wurde aschfahl. Er legte seine Hände auf die Tastatur, seine Finger zuckten.

“Ach, das”, sagte er und zwang sich zu einem Lächeln. “Das war doch nur eine Formsache. Ich wollte nur die Versicherung aktualisieren. Du weißt ja, wie wichtig mir deine Sicherheit ist.”

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