Chapter 14: Die Verzweiflung vor dem Sturm

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Ärztin Lena Hoffmann wurde von Chefarzt-Ehemann Markus Weber geschlagen, wegen €10.500 Patientenfonds-Diebstahls beschuldigt – aber er hatte €170.000 mehr von ihrem Konto abgezogen

Chapter 1: Der Verrat des Chefarztes

Chapter 2: Der Schatten des Auditors

Chapter 3: Die eisige Stille der Kollegen

Chapter 4: Das leere Versprechen der Forschung

Chapter 5: Evas tiefe Gräben

Chapter 6: Finns digitales Versteck

Chapter 7: Der Plan des Antagonisten

Chapter 8: Die unlesbaren Zeilen

Chapter 9: Die schwindende Hoffnung

Chapter 10: Finns makabre Einsicht

Chapter 11: Das Geständnis des Vaters

Chapter 12: Der Code der Lügen

Chapter 13: Claras Angst und Finns Mut

Chapter 14: Die Verzweiflung vor dem Sturm

Chapter 15: Das Geständnis der Zeugin

Chapter 16: Anhörung im Schweigen

Chapter 17: Die bittere Entscheidung

Chapter 18: Ein Neuanfang im Schatten

Lena saß auf dem Sofa, ihre Augen auf Renate gerichtet, die in einem Sessel döste. Die Wohnung war klein, aber es war ihr sicherer Hafen geworden.

Die letzten Wochen waren eine Tortur. Absage auf Absage, die finanzielle Lage wurde immer bedrohlicher.

Sie hatte seit Tagen nicht mehr richtig geschlafen. Der Gedanke, ihre Mutter in ein schlechtes Pflegeheim stecken zu müssen, quälte sie.

Sie spielte mit einem alten Schlüsselanhänger, einem Geschenk von Renate, ein kleiner silberner Engel. Es war ein Talisman, der ihr Kraft geben sollte, aber jetzt fühlte er sich nur noch schwer in ihrer Hand an.

Was, wenn Markus am Ende gewann? Was, wenn sie nie wieder als Ärztin arbeiten könnte?

Die Verzweiflung packte sie mit voller Wucht. Sie konnte nicht mehr.

Sie stand auf und ging zu ihrem Laptop. Der Gedanke, dem Verfahren zur Entziehung der Approbation einfach zu entgehen, indem sie diese freiwillig zurückgab, wurde immer lauter in ihrem Kopf.

Es wäre eine Kapitulation, ja. Aber vielleicht auch eine Erlösung.

Sie könnte eine andere Arbeit suchen, irgendetwas, um über die Runden zu kommen. Sie könnte sich von diesem Albtraum befreien.

Sie wusste, dass es ein Zeichen der Niederlage wäre, aber die Last war zu schwer geworden. Sie konnte die Scham und die Angst nicht länger ertragen.

Gerade als sie die E-Mail an Eva Müller formulieren wollte, klingelte ihr Handy. Es war Eva.

„Lena, gut, dass ich dich erreiche“, sagte Eva, ihre Stimme klang dringend.

„Ich muss dich dringend sprechen. Und ich habe eine Warnung für dich.“

„Ich wollte Ihnen gerade schreiben, Eva. Ich… ich denke darüber nach, meine Approbation freiwillig zurückzugeben.“ Lena spürte, wie die Tränen in ihren Augen aufstiegen.

„Das darfst du auf keinen Fall tun, Lena!“, rief Eva.

„Das wäre ein Schuldeingeständnis! Markus würde das als Bestätigung seiner Anschuldigungen nutzen. Es wäre das Ende deiner Karriere, für immer.“

„Aber ich halte das nicht mehr aus, Eva. Die Absagen, die finanzielle Not, die Sorge um Renate…“ Lenas Stimme brach.

„Ich weiß, es ist hart. Aber wir haben jetzt eine Chance, Lena.“ Evas Stimme wurde sanfter.

„Warte, warte einfach kurz. Da ist jemand am Telefon, ich muss dich auf jeden Fall damit verbinden.“

Lena hörte im Hintergrund ein leises Rauschen. Eva schien mit jemandem zu sprechen.

„Lena? Bist du noch da?“

„Ja, ich bin noch hier.“ Lena wischte sich eine Träne weg.

„Gerade eben hat mich Dr. Clara Richter angerufen“, sagte Eva, ihre Stimme war voller Aufregung.

„Sie bittet um ein sofortiges Treffen. Sie hat gesagt, sie hat Beweise gegen Markus. Und sie will alles erzählen.“

Lena erstarrte. Clara Richter? Der Name schwebte wie ein Geist in ihren Gedanken.

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