Als meine Schauspielkarriere ihren Höhepunkt erreichte, rief mein Bruder an, um unsere Mutter zu retten – doch es war ein perfider Plan, mein Vermögen zu stehlen.
Der Konferenzraum in der Anwaltskanzlei war erneut der Schauplatz des Dramas.
Diesmal waren die Gesichter von Finn, Ingrid und Dr. Vogel nicht mehr von gespielter Besorgnis, sondern von offener Anspannung gezeichnet.
Sie wussten, dass ich etwas wusste.
Ich trug den Anstecker mit der versteckten Kamera an meinem Revers, ein unsichtbarer Zeuge meines bevorstehenden Triumphes.
Ich drückte unauffällig den Aktivierungsknopf, als ich den Raum betrat.
Klick.
Jedes Wort, jeder Blick, jede Lüge würde nun gefilmt werden.
Ich setzte mich an den Tisch, meine Miene war ruhig, meine Augen waren wachsam.
Finn sah mich mit einem wütenden Blick an.
„Elara, wir müssen reden. Was soll der Unsinn mit dieser E-Mail?“
Dr. Vogel sah nervös zu Finn und dann zu mir.
Ingrid saß neben Finn, ihre Hände waren zu Fäusten geballt, ihr Gesicht war blass.
„Es ist kein Unsinn, Finn“, sagte ich, meine Stimme war fest.
„Es ist die Wahrheit. Der medizinische Bericht, den Dr. Vogel ausgestellt hat, ist gefälscht.“
Finns Augen weiteten sich, und er sprang auf.
„Was redest du da? Bist du verrückt geworden? Das ist eine Verleumdung!“
„Es ist keine Verleumdung, Finn“, erwiderte ich, meine Stimme war eisig.
„Der Fehler in der Medikamentendosierung ist offensichtlich. Eine Überdosierung, die Mama schwer verletzt hätte. Oder noch schlimmer.“
Ich sah Dr. Vogel direkt an.
„Ist das nicht so, Dr. Vogel?“
Vogel begann zu stottern, seine Augen huschten nervös zwischen Finn und mir hin und her.
„Äh… das ist… das muss ein Tippfehler sein, Frau Richter. Ein kleines Versehen.“
„Ein kleines Versehen, das Mamas Leben hätte kosten können?“, fragte ich, meine Stimme wurde lauter.
„Sind Sie ein so inkompetenter Arzt, Dr. Vogel? Oder sind Sie ein Betrüger?“
Vogels Gesicht wurde kreidebleich, und er rutschte unruhig auf seinem Stuhl hin und her.
„Das ist eine Unterstellung, Frau Richter! Ich bin ein angesehener Mediziner!“
„Sie sind ein Betrüger, Dr. Vogel“, sagte ich, meine Stimme war jetzt voller Verachtung.
„Karin Weber weiß alles über Sie. Über Ihre falschen Kliniken, Ihre inszenierten ‚Notfälle‘. Sie haben schon andere Menschen um ihr Vermögen gebracht, nicht wahr?“
Die Erwähnung von Karins Namen ließ Vogel zusammenzucken.
Sein Blick wurde ängstlich, und er schluckte schwer.
Finn stieß einen wütenden Schrei aus.
„Karin Weber? Wer zum Teufel ist Karin Weber? Was hast du getan, Elara?“
Er trat einen Schritt näher zu mir, seine Augen waren voller Hass.
„Du hast dich mit diesen Leuten eingelassen? Mit der Unterwelt? Bist du völlig wahnsinnig geworden?“
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