Chapter 10: Der doppelte Boden

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Die Haushälterin, deren Tochter auf dem Gesicht des Mafiabosses malte und so sein gesamtes Imperium entlarvte.

Chapter 1: Lenas unschuldiges Geschenk

Chapter 2: Spuren auf zerknülltem Papier

Chapter 3: Das Geflüster im Schatten

Chapter 4: Verborgene Codes

Chapter 5: Die Schatten des Gaslightings

Chapter 6: Der einsame Beobachter

Chapter 7: Ein Symbol der Macht

Chapter 8: Der Drache in der Spieluhr

Chapter 9: Eine flüsternde Warnung

Chapter 10: Der doppelte Boden

Chapter 11: Das Hauptbuch der Sünde

Chapter 12: Die drohende Stille

Chapter 13: Der verzweifelte Plan

Chapter 14: Das Netz zieht sich zu

Chapter 15: Die verhängnisvolle Falle

Chapter 16: Die Wahrheit kommt ans Licht (Build-Up)

Chapter 17: Der Sturz des Patriarchen (Climax)

Chapter 18: Die leeren Throne (Immediate Aftermath)

Chapter 19: Fünf Jahre später

Die flüsternde Warnung von Dr. Ingrid Bauer hallte in Klaras Kopf wider, als sie am nächsten Morgen in der Villa ihren Dienst begann. Jeder Schritt war kalkuliert, jeder Blick vorsichtig. Sie musste Brandts Abwesenheit abwarten, um in den Keller zu gelangen.

Gegen Mittag verließ Brandt das Haus für einen Termin. Seine Limousine rollte langsam die Auffahrt hinunter, begleitet von seinen zwei Bodyguards. Klara sah ihm vom Fenster aus nach, ihr Herz pochte vor Nervosität. Jetzt oder nie.

Sie schlich in den Keller der Villa. Der Geruch von Moder und altem Papier empfing sie. Der Keller war ein Labyrinth aus Gängen und ungenutzten Räumen. Klara erinnerte sich an das “abgelegene Büro”, das Ingrid erwähnt hatte, einen kleinen Raum am Ende eines langen Ganges, den Brandt seit Jahren nicht mehr benutzt hatte. Es war ein Ort, der in der Villa in Vergessenheit geraten war, voller alter Möbel und staubiger Kisten.

Mit einem mulmigen Gefühl schloss Klara die Tür hinter sich. Der Raum war dunkel, nur ein kleines Fenster, das auf einen Lichtschacht zeigte, spendete etwas trübes Licht. Überall stapelten sich alte Aktenordner, vergilbte Bücher und vergessene Erinnerungsstücke. Es war ein Archiv, das Brandt einst genutzt hatte, um seine Vergangenheit zu verstecken.

Klara begann systematisch zu suchen. Ihre Augen huschten über die Wände, die Regale, die vollgestopft waren mit altem Kram. Ein Safe. Ein versteckter Safe. Aber wo? Die Wände waren mit dunklen Holzvertäfelungen bedeckt.

Sie klopfte vorsichtig an die Vertäfelung, ihre Finger strichen über das alte Holz. Es klang hohl. Bingo. Mit einem leisen Aufschrei der Erleichterung fand sie einen kleinen, fast unsichtbaren Riegel, der eine Sektion der Vertäfelung öffnete. Dahinter, eingelassen in die massive Kellerwand, befand sich ein kleiner, stählerner Safe.

Der Anblick des Safes ließ Klaras Herz höherschlagen. Ingrid hatte die Wahrheit gesagt. Doch nun stand sie vor der nächsten Herausforderung: den Code knacken.

Klara erinnerte sich an Ingrids kryptischen Hinweis: “Sein Geburtstag… aber verkehrt herum. Das Jahr.” Brandts Geburtstag war der 12. Oktober. Sein Geburtsjahr war 1968.

Sie konzentrierte sich. Der Code musste also aus diesen Zahlen bestehen, aber in welcher Reihenfolge? Brandt war ein Mann der Regeln, auch wenn er sie selbst brach. Seine Paranoia ließ ihn immer ein Muster verwenden.

Klara versuchte es. Sie tippte 121068 ein. Nichts. Der Safe rührte sich nicht.

Sie probierte es erneut. Ingrids Hinweis: “Das Jahr verkehrt herum.” Das bedeutete 8691. Sein Geburtstag 1210.

Sie kombinierte es: 86911210. Ein längerer Code, aber logisch für einen paranoiden Mann, der einfache Kombinationen vermeiden würde.

Klara tippte die Zahlen vorsichtig ein: 8-6-9-1-1-2-1-0. Ein leises Klicken war zu hören, das in der Stille des Raumes beinahe gespenstisch wirkte. Der Safe war offen.

Klara wich einen Schritt zurück, ihr Herz raste. Die Aufregung mischte sich mit einer tiefen Angst. Sie hatte es geschafft. Sie hatte Zugang zu Brandts verborgensten Geheimnissen. Doch was würde sie darin finden? Und wie würde sie wieder aus diesem Labyrinth entkommen, ohne entdeckt zu werden?

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