Die Haushälterin, deren Tochter auf dem Gesicht des Mafiabosses malte und so sein gesamtes Imperium entlarvte.
Klara saß gefesselt auf dem Stuhl, ihr Körper schmerzte, ihr Kopf dröhnte. Brandt stand vor ihr, das bekritzelte Dokument hielt er in der Hand. Seine Augen glühten vor einer kalten Wut, die nichts von seiner früheren, manipulativen Freundlichkeit hatte.
“Ich habe gewusst, dass du die Fotos gemacht hast, Klara”, sagte Brandt, seine Stimme war leise, aber durchdrungen von einer unheilvollen Drohung. “Du hast geglaubt, du könntest dich unbemerkt in meine Angelegenheiten einmischen. Ein dummer Fehler.”
Klara starrte ihn an, ihre Augen waren von Trotz erfüllt. “Sie sind ein Krimineller, Herr Brandt. Und ich werde es beweisen.”
Brandt lachte höhnisch, ein raues, unangenehmes Geräusch, das in der leeren Halle widerhallte. “Beweisen? Wer wird einer einfachen Haushälterin glauben, die an ihren eigenen Verstand zweifelt? Ich habe dafür gesorgt, dass deine Freundin Miriam dich schon für verrückt hält.”
Ein Stich ging durch Klara. Miriam. Brandt hatte Miriam unter Druck gesetzt. Das war die persönliche Grausamkeit, die sie am meisten traf. Er hatte ihre einzige Freundschaft, ihre einzige Unterstützung, zerstört.
“Du glaubst wirklich, du hättest mir etwas anhaben können?”, fragte Brandt, seine Stimme war jetzt wieder ruhig, fast spöttisch. “Ich habe Miriam gewarnt. Ich habe ihr erzählt, dass du paranoid bist, dass du dir Dinge einbildest. Sie hat dir geglaubt.”
Klara spürte, wie sich ihr Magen zusammenkrampfte. Miriam hatte ihr geraten, vorsichtig zu sein, sie hatte ihre Befürchtungen nicht ganz ernst genommen. Brandt hatte es geschafft, sie zu isolieren. Er hatte nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Beziehungen vergiftet.
“Du bist ganz allein, Klara”, sagte Brandt, als würde er ihre Gedanken lesen. “Niemand wird dir glauben. Und jetzt wirst du mir sagen, wie viel du weißt. Und wem du es noch erzählt hast.”
Er trat näher, sein Gesicht nur wenige Zentimeter von ihrem entfernt. Der Geruch seines teuren Aftershaves mischte sich mit dem Geruch von Angst. “Du wirst mir das Originaldokument geben”, sagte er, seine Augen waren auf das zerknüllte Blatt in seiner Hand gerichtet. “Und dann wirst du alles vergessen. Für das Wohl deiner Tochter.”
Klara schüttelte den Kopf, ihre Wangen waren nass von Tränen, die sie nicht zurückhalten konnte. “Ich werde Ihnen nichts geben.”
Brandt seufzte. “Schade. Ich dachte, du wärst klüger. Aber ich schätze, du musst auf die harte Tour lernen.” Er legte das bekritzelte Dokument auf einen kleinen Tisch neben Klara und nahm ein scharfes Messer aus seiner Tasche. Das Messer blitzte im schwachen Licht der Halle.
“Was machen Sie?”, fragte Klara, ihre Stimme war ein hysterisches Wimmern.
“Ich werde dieses Dokument vernichten”, sagte Brandt, seine Augen waren eiskalt. “Und wenn du nicht sprichst, werde ich dafür sorgen, dass deine Tochter ein sehr unglückliches Leben führen wird. Oder vielleicht gar kein Leben mehr.”
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