Ihre schwangere Frau entdeckte, dass ihr Mann sein gesamtes €25.000-Einkommen an seine Kultführer-Mutter schickte – doch sie besaß das Penthouse, das sie "Gemeinschaftszentrum" nannten.
Die Luft im Raum war dick von Anspannung. Helgas Gesicht war blutrot vor Zorn, Jonas saß starr da, sein Blick voller Hass.
“Ihr habt die Menschen belogen, betrogen und manipuliert”, sagte ich, meine Stimme war fest.
“Ihr habt Jonas’ Einkommen und die Spenden der Gemeinschaft für eure persönlichen Vorteile missbraucht.”
Helga sprang auf.
“Das ist eine Verleumdung! Du wirst dafür büßen, Lena! Karmische Konsequenzen werden dich ereilen!”
Ich hob eine Hand, um sie zum Schweigen zu bringen. Meine Augen trafen ihre.
“Ich habe nicht die Absicht, zu büßen. Im Gegenteil.”
Ich legte meine letzte, entscheidende Karte auf den Tisch. Es war die Eigentumsurkunde des Penthouses.
Ich schob sie langsam über den Tisch, sodass sie direkt vor ihnen landete. Meine Hand zitterte dabei nicht ein einziges Mal.
“Dieses Penthouse”, sagte ich, meine Stimme war laut und klar.
“Dieses luxuriöse ‘spirituelle Zentrum’ der Gemeinschaft. Es gehört nicht dem Kult. Es gehört allein mir.”
Ein eisiger Schock breitete sich über Helgas Gesicht aus. Jonas’ Augen weiteten sich vor blankem Unglauben.
Sie sahen auf die Urkunde, dann zu mir, ihre Gesichter waren plötzlich leer. Das war der Stich, den sie nicht erwartet hatten.
“Das ist unmöglich!”, zischte Helga, ihre Stimme war nur noch ein Flüstern.
“Das gehört der Gemeinschaft! Das ist unser heiliger Boden!”
“Nein”, erwiderte ich, meine Stimme war ruhig.
“Es ist mein Eigentum. Seit meiner Heirat mit Jonas. Das wurde nie geändert. Es steht alles hier schwarz auf weiß.”
Ich sah Jonas an, der mich völlig fassungslos anstarrte. Er hatte mich die ganze Zeit für eine naive Frau gehalten, die nichts besaß.
Ich hatte immer gewusst, dass es mir gehörte. Aber ich hatte es nie erwähnt, aus Liebe, aus Vertrauen.
Doch dieses Vertrauen war zerbrochen. Ihre Arroganz hatte sie blind gemacht.
“Ich gebe euch jetzt eine Wahl”, sagte ich, meine Stimme wurde härter.
“Ihr habt 24 Stunden Zeit. Entweder ihr unterschreibt einen Mietvertrag für dieses Penthouse – zu marktüblichen Konditionen.”
Ich legte einen vorbereiteten Mietvertrag auf den Tisch.
“Die Mietzahlungen werden dann direkt auf ein neues Konto für die Zukunft meines ungeborenen Kindes überwiesen.”
Ich sah sie abwechselnd an.
“Oder ihr verlasst dieses Penthouse. Sofort. Innerhalb dieser 24 Stunden.”
Helga blickte mich an, ihr Gesicht war von Hass verzerrt. Dann brach sie in ein wütendes, höhnisches Lachen aus.
Es war ein schrilles, spöttisches Geräusch, das durch den Raum hallte. Eine persönliche Grausamkeit, die sie mir noch in diesem Moment zufügen wollte.
“Du kleines, armes Ding!”, rief sie.
“Du glaubst wirklich, du kannst uns bedrohen? Ich werde dich mit spirituellen Flüchen belegen! Karmische Konsequenzen werden dich zerreißen!”
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