Chapter 6: Die versteckte Schublade

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Mein Mann, verstrickt in Unterweltgeschäfte, verheimlichte unserer Tochter eine ernsthafte Diagnose – bis ich seine heimlichen Textnachrichten fand und die Gerichte einschaltete.

Chapter 1: Die verheimlichte Diagnose

Chapter 2: Die Lüge in den Akten

Chapter 3: Das leere Versprechen

Chapter 4: Die seltsamen Ablenkungen

Chapter 5: Ein unerwarteter Hinweis

Chapter 6: Die versteckte Schublade

Chapter 7: Erste Fragmente

Chapter 8: Lenas Geheimnis

Chapter 9: Der unwissende Arzt

Chapter 10: Drohende Audit

Chapter 11: Der “familiäre” Kredit

Chapter 12: Die Rechtsberatung

Chapter 13: Franks Aggression

Chapter 14: Max’ Gewissensbisse

Chapter 15: Der Gerichtstermin

Chapter 16: Die Zeugenaussage

Chapter 17: Anjas Erklärung

Chapter 18: Die Zeile, die alles ändert (Climax Layer 1)

Chapter 19: Die eiskalte Wahrheit der Zahlen (Climax Layer 2)

Chapter 20: Der verzweifelte Versuch (Climax Layer 3)

Chapter 21: Die Entscheidung der Richterin

Chapter 22: Ein schweres Gespräch

Chapter 23: Der erste Schritt

Am nächsten Morgen wartete ich, bis Frank das Haus verlassen hatte. Er hatte es eilig, wie immer, und ich sah, wie er ein paar Akten in seinen Wagen warf, bevor er davonbrauste. Mein Herz klopfte bis zum Hals. Dies war meine Chance.

Ich ging direkt in Franks Arbeitszimmer. Die Tür war, wie erwartet, abgeschlossen. Ich suchte nach dem Ersatzschlüssel, den ich vor Jahren für den Notfall angefertigt hatte, und fand ihn in einer alten Teedose im Küchenschrank. Meine Hände zitterten, als ich ihn ins Schlüsselloch steckte.

Das Schloss klickte leise. Ich drückte die Klinke herunter und trat ein. Franks Büro war makellos, fast steril. Jeder Stift lag perfekt ausgerichtet, keine Staubkorn auf dem dunklen Holzschreibtisch. Es war ein Spiegel seiner nach außen gekehrten Ordnung, die seine innere Chaos verbergen sollte.

Ich begann meine Suche systematisch. Schreibtischschubladen, Aktenschränke, Bücherregale. Überall nur ordentlich abgelegte Unterlagen, Rechnungen, die nach Steuern sortiert waren. Nichts, was auf ein „Wegwerfhandy“ hindeutete.

Meine Hoffnung begann zu sinken. Vielleicht hatte Max sich geirrt. Vielleicht hatte Frank das Handy gar nicht mehr.

Ich rieb mir die Schläfen. Wo würde Frank etwas verstecken, das er um jeden Preis geheim halten wollte? Nicht offen, nicht in offensichtlichen Verstecken.

Ich erinnerte mich an Franks Manie für doppelte Böden und geheime Fächer. Er hatte einmal stolz erzählt, wie er in seiner Jugend eine geheime Schublade in seinem Schreibtisch gebaut hatte.

Ich ging zurück zum Schreibtisch. Ich klopfte die Seiten ab, schob an den Kanten. Nichts. Dann fiel mir der dicke Holzsockel auf, auf dem der Schreibtisch stand. Ein unauffälliger Spalt, kaum sichtbar, zog sich entlang der unteren Kante.

Ich drückte vorsichtig an dem Spalt. Mit einem leisen Klick gab das Holz nach. Eine schmale, tiefe Schublade sprang hervor, verborgen unter dem Hauptteil des Schreibtisches.

Mein Herz setzte einen Schlag aus. Dort lag es. Ein altes, schwarzes Smartphone. Genau das Modell, das Max beschrieben hatte. Es war ausgeschaltet, der Bildschirm schwarz.

Ich nahm es heraus, meine Finger zitterten. Es war kalt und schwer in meiner Hand. Dieses unscheinbare Gerät barg die Geheimnisse, die Lenas Leben gefährdet hatten. Es war eine erschreckende Erkenntnis, wie ein kleiner Gegenstand so viel Schaden anrichten konnte.

Ich nahm das Handy und schloss die Schublade vorsichtig. Ich verließ Franks Büro, verschloss die Tür wieder und legte den Ersatzschlüssel zurück an seinen Platz. Ich fühlte mich wie eine Diebin im eigenen Haus.

In der Küche schloss ich die Tür und legte das Handy auf den Tisch. Ich holte das Ladegerät von meinem eigenen Handy und steckte es an Franks altes Gerät.

Der Bildschirm leuchtete auf, das Firmenlogo erschien. Dann wurde er dunkel. Der Akku war vollständig entladen.

Ich musste geduldig sein. Während das Handy langsam lud, suchte ich nach der Datenrettungssoftware, die Max erwähnt hatte. Ich tippte „Datenrettungssoftware altes Android“ in die Suchleiste meines Computers.

Es gab unzählige Ergebnisse. Ich scrollte durch die Listen, verglich Bewertungen, suchte nach einem Namen, der mir vertraut vorkam. Schließlich fand ich eine Software, die in vielen Foren als zuverlässig beschrieben wurde und die auch für ältere Android-Modelle geeignet war.

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