Chapter 14: Lenas Fund

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Ihr Schwiegervater schlug sie vor allen, aber sie nutzte ein verstecktes Talent, um sein gesamtes Kultimperium zu Fall zu bringen – und entfesselte dabei etwas viel Schlimmeres.

Chapter 1: Der rote Fleck

Chapter 2: Die Eintracht

Chapter 3: Das alte Hauptbuch

Chapter 4: Der erste Kontakt

Chapter 5: Die versteckte Kamera

Chapter 6: Dr. Richters Schatten

Chapter 7: Ryans Last

Chapter 8: Das interne Tribunal

Chapter 9: Die Falle schnappt zu

Chapter 10: Der Gegenangriff

Chapter 11: Richters Dilemma

Chapter 12: Das verschlüsselte Hauptbuch

Chapter 13: Ryans Pille

Chapter 14: Lenas Fund

Chapter 15: Die erpressten Mitglieder

Chapter 16: Charles’ Ultimatum

Chapter 17: Die Wahl

Chapter 18: Vor dem Sturm

Chapter 19: Der letzte Schachzug

Chapter 20: Das Duell

Die Enthüllung über Ryans Medikamentenabhängigkeit und Charles’ perfide Manipulation hatte mich zutiefst schockiert. Doch ich wusste, dass es noch mehr Geheimnisse gab, die in den Tiefen der Eintracht lauerten. Mein Entschluss, alles ans Licht zu bringen, wurde durch diese Entdeckung nur noch verstärkt.

Lena, die durch Charles’ finanziellen Druck auf ihre Designfirma zunehmend beunruhigt war, fühlte sich verpflichtet, ebenfalls aktiv zu werden. Sie erinnerte sich an Ryans Mutter, die sie in ihrer Jugend noch gekannt hatte, und an deren eigene frühere Auseinandersetzungen mit Charles. Sie vermutete, dass Ryans Mutter ebenfalls Geheimnisse über die Eintracht gehabt haben könnte.

„Ryans Mutter war eine starke Frau“, sagte Lena zu mir.

„Sie hat Charles oft widersprochen, mehr als jeder andere in der Familie. Ich erinnere mich, dass er immer sehr unruhig wurde, wenn sie bestimmte Themen ansprach.“

Ich dachte über diese Aussage nach. Ryans Mutter war „freiwillig gegangen“, hatte Charles immer behauptet. Aber hatte sie wirklich? Oder war ihr „Verschwinden“ ein weiteres dunkles Geheimnis der Eintracht gewesen, wie Silas es beschrieben hatte?

Lena hatte von Ryans Mutter noch ein paar alte Unterlagen, die sie nach deren Tod aufbewahrt hatte, zusammen mit den Dingen meiner Mutter. In einem Anflug von Entschlossenheit begann sie, diese Kisten zu durchforsten, um nach Hinweisen zu suchen. Es waren vor allem persönliche Dinge: Briefe, alte Fotos, ein paar Reisetagebücher.

Sie saß stundenlang in ihrer Wohnung, umgeben von Papierstapeln, während ich mich auf die Analyse von Richters Hauptbuch konzentrierte. Die Arbeit war mühsam, oft langweilig, aber Lena war fest entschlossen, ihren Teil beizutragen. Sie spürte die Bedrohung durch Charles persönlich und wollte mich unterstützen.

„Ich erinnere mich, dass Ryans Mutter einmal sehr besorgt war, als Charles von der ‚Bruderschaft des Alten Eids‘ sprach“, sagte Lena plötzlich, ihre Stimme hallte durch den Raum.

„Sie sagte, diese Leute seien gefährlich, viel gefährlicher als Charles selbst.“

Ich hob den Kopf von meinem Laptop. „Bruderschaft des Alten Eids.“ Dieses Wort hatte ich bereits in den Aufzeichnungen von Charles’ Büro gehört, in Verbindung mit den Waffengeschäften. Aber Lena hatte jetzt einen Namen dafür.

Lena hatte eine vergilbte Notiz gefunden, die zwischen den Seiten eines alten Gedichtbands lag. Die Handschrift war elegant, klar, die von Ryans Mutter. Auf dem Zettel stand nur ein einziger Satz: „Die Schattenfraktion wird stark. Der Alte Eid muss gebrochen werden, bevor sie die Kontrolle übernehmen.“

Ein Schock durchfuhr mich. „Schattenfraktion.“ „Der Alte Eid.“ Dies war der Schlüssel zu einem tieferen Geheimnis der Eintracht. Ryans Mutter hatte von diesen Leuten gewusst. Sie hatte gewusst, dass es eine weitaus gefährlichere Gruppe innerhalb der Eintracht gab, die Charles versuchte zu unterdrücken.

Die persönliche Grausamkeit, die Charles Ryans Mutter angetan haben musste, wurde mir schmerzlich bewusst. Er hatte sie nicht nur kontrolliert, sondern sie offenbar in die gefährlichen Machtkämpfe der Eintracht hineingezogen. Und sie hatte versucht, diese Schattenfraktion zu bekämpfen.

Ich erinnerte mich an Charles’ kalte Bemerkung, dass Ryans Mutter „ihren Platz nicht kannte.“ Ich hatte es als seine übliche Misogynie abgetan. Nun verstand ich, dass es eine Warnung war, ein Hinweis darauf, dass sie sich in gefährliche Angelegenheiten eingemischt hatte.

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