Chapter 7: Ryans Last

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Ihr Schwiegervater schlug sie vor allen, aber sie nutzte ein verstecktes Talent, um sein gesamtes Kultimperium zu Fall zu bringen – und entfesselte dabei etwas viel Schlimmeres.

Chapter 1: Der rote Fleck

Chapter 2: Die Eintracht

Chapter 3: Das alte Hauptbuch

Chapter 4: Der erste Kontakt

Chapter 5: Die versteckte Kamera

Chapter 6: Dr. Richters Schatten

Chapter 7: Ryans Last

Chapter 8: Das interne Tribunal

Chapter 9: Die Falle schnappt zu

Chapter 10: Der Gegenangriff

Chapter 11: Richters Dilemma

Chapter 12: Das verschlüsselte Hauptbuch

Chapter 13: Ryans Pille

Chapter 14: Lenas Fund

Chapter 15: Die erpressten Mitglieder

Chapter 16: Charles’ Ultimatum

Chapter 17: Die Wahl

Chapter 18: Vor dem Sturm

Chapter 19: Der letzte Schachzug

Chapter 20: Das Duell

Die Enthüllungen über Dr. Richter und das Steuerschema der Eintracht hatten mir eine neue Waffe in die Hand gegeben, doch die Sorge um Ryan nagte weiterhin an mir. Seine erzwungene Kälte, die ich durch Lenas Aussage verstanden hatte, und die Andeutungen seiner Abhängigkeit von Medikamenten ließen mich nicht los. Ich musste ihn sehen, ihn sprechen, um zu verstehen, welche Last er wirklich trug.

Ich schickte Ryan eine unverschlüsselte Nachricht an seine alte private E-Mail-Adresse, die Charles nicht kannte: „Café Lichtblick, Dienstag, 15 Uhr. Ich muss dich sprechen. Allein.“ Ich wusste, dass es ein enormes Risiko für ihn war, sich mit mir zu treffen, aber ich hoffte, dass seine Sorge um mich oder unser früheres Leben ihn dazu bewegen würde.

Zu meiner Überraschung erhielt ich eine knappe Bestätigung: „Okay.“

Ich traf eine halbe Stunde früher im Café ein und wählte einen Tisch abseits des Eingangs, in einer Nische. Das Café „Lichtblick“ war ein kleiner, unauffälliger Ort, an dem wir früher oft gewesen waren, weit genug von der Falkenberg-Villa entfernt, um diskret zu sein.

Als Ryan pünktlich erschien, spürte ich einen Stich in der Brust. Er sah blass aus, seine Augen waren tiefer in die Höhlen gesunken, und seine Schultern wirkten gebeugt. Der Anblick des Mannes, den ich einmal geliebt hatte, so zerbrechlich und ängstlich, brach mir das Herz.

Er setzte sich mir gegenüber, ohne mich anzusehen. Seine Hände zitterten leicht, als er eine Tasse Kaffee bestellte. Die Stille zwischen uns war schwer und unangenehm.

„Danke, dass du gekommen bist“, sagte ich schließlich, meine Stimme war leise.

„Ich… ich musste dich sehen.“

Ryan blickte auf, seine Augen waren voller Schmerz und Angst.

„Emily, du musst aufhören“, sagte er sofort, seine Stimme war ein Flüstern.

„Du weißt nicht, in was du dich da hineinmanövrierst.“

„Ich weiß, dass Charles dich benutzt, dass er dich kontrolliert“, erwiderte ich, mein Blick war fest.

„Lena hat mir von deiner Nachricht erzählt. Ich weiß, dass du nicht freiwillig so kalt zu mir warst.“

Ryans Augen füllten sich mit Tränen, die er schnell wegblinzelte. Er nickte langsam, fast unmerklich.

„Ich habe versucht, dich zu warnen. Aber sie fangen alles ab. Er hat überall Augen und Ohren.“

„Ich weiß“, sagte ich.

„Aber ich verstehe nicht… Was ist diese Krankheit, von der du gesprochen hast? Warum bist du von seinen Medikamenten abhängig?“

Ryan zögerte, seine Blicke huschten durch das Café, als ob er fürchtete, belauscht zu werden. Er lehnte sich vor, seine Stimme war jetzt kaum noch zu hören.

„Ich habe eine seltene Autoimmunerkrankung“, flüsterte er.

„Seit meiner Jugend. Es ist… degenerativ. Ohne die richtige Behandlung würde ich… Ich würde nicht lange leben.“

Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken. Ich hatte nie von einer solchen Krankheit gewusst. Ryan hatte immer seine gelegentlichen Schwächeanfälle oder Müdigkeitsphasen als „Stress“ abgetan. Charles hatte jede Andeutung, dass etwas nicht stimmte, beiseitegewischt.

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