Chapter 8: Das dunkle Netz

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Ihr Verlobter schlug sie bis zur Unkenntlichkeit, aber ihre Tarnung flog auf, als ihr Milliardärs-Chef die ungewöhnlichen Muster der Verletzungen sah und beschloss, sich rächend einzumischen.

Chapter 1: Die Schatten auf ihrem Arm

Chapter 2: Die Spuren des Schattens

Chapter 3: Das leere Versprechen

Chapter 4: Die unsichtbare Mauer

Chapter 5: Die alten Warnungen

Chapter 6: Claras Geständnis

Chapter 7: Die Falle schnappt zu

Chapter 8: Das dunkle Netz

Chapter 9: Die subtile Drohung

Chapter 10: Richters verborgenes Tagebuch

Chapter 11: Die bittere Wahrheit über das Amulett

Chapter 12: Die Entscheidung für den Kampf

Chapter 13: Das forensische Gutachten

Chapter 14: Der Plan für die Gala

Chapter 15: Der Applaus verstummt

Chapter 16: Die Nachbeben der Gerechtigkeit

Chapter 17: Zwei Wochen später: Ein neues Kapitel

Leopold Graf kochte vor Wut, als er von Richters perfider Intrige hörte, die er durch diskrete Beobachtungen von Frau Schmidts Verhalten und Leopolds eigenen Kontakten in der Gesellschaft erfahren hatte. Die Gerüchte über Clara und ihn selbst, gestreut von Frau Schmidt, waren ein klarer Eskalationsversuch, um Clara zu diskreditieren.

„Der Mann ist skrupellos“, knurrte Leopold zu Elias. „Er greift nicht nur Clara körperlich an, sondern versucht, sie gesellschaftlich zu zerstören. Das ist eine andere Form der Grausamkeit.“

„Genau das ist sein Spiel, Herr Graf“, erwiderte Elias, seine Miene war ernst. „Er isoliert seine Opfer, macht sie unglaubwürdig, damit niemand ihnen glaubt.“

Elias hatte jedoch nicht geschlafen. Er hatte seine „Unterwelt“-Kontakte aktiviert, ein dichtes Netzwerk von Informanten und Spezialisten, die jenseits der offiziellen Kanäle operierten. Dieses Netzwerk war oft effektiver als die Polizei, wenn es um solche undurchsichtigen Angelegenheiten ging.

Die Informationen, die Elias von seinen Kontakten erhielt, waren erschreckend. Sie bestätigten die Warnungen aus dem Forum und die Ahnungen über Lena. Dr. Richter hatte über Jahre hinweg mehrere junge, labile Personen unter dem Deckmantel der „alternativen Therapie“ für seine Rituale missbraucht.

Mindestens drei dieser Personen, deren Namen Elias diskret verschlüsselt hatte, erlitten ähnliche Verletzungen wie Clara. Ihre Beschreibungen von einer „inneren Leere“ und „Schatten“ deckten sich exakt mit Claras Erfahrungen. Und danach hatten sie jeglichen Kontakt zur Außenwelt abgebrochen, waren spurlos verschwunden, so wie Lena.

„Es ist ein Muster, Herr Graf“, sagte Elias, als er Leopold die gesammelten, anonymisierten Berichte zeigte. „Er sucht sich gezielt verwundbare Menschen aus, um sie für seine Rituale zu benutzen.“

Einer von Elias’ Kontakten, ein alter, weiser Mann mit tiefem Wissen über alte Folklore und okkulte Praktiken, identifizierte Marius’ Ritual als eine seltene, illegale Form der „Lebenskraft-Entziehung“. Der Kontakt nannte es eine „Seelenernte“, eine Praxis, die in vergessenen germanischen Folklore-Kreisen gefürchtet war.

Das war ein Twist, der Leopolds rationales Denken herausforderte. Die Idee einer tatsächlichen „Lebenskraft-Entziehung“ klang wie aus einem Schauerroman. Doch die Beweise, die Elias präsentierte, waren zu konkret, die übereinstimmenden Symptome zu eindeutig.

Der Kontakt sprach auch von einer bekannten „Handwerkssignatur“ dieser Rituale: dem „Schatten-Symbol“. Es war das gleiche Symbol, das Clara auf ihrem Amulett trug und das auf den Foren-Einträgen abgebildet war. Es war Richters „persönlicher Stempel“, seine dunkle Signatur auf den Seelen seiner Opfer.

Die Erkenntnis traf Leopold wie ein Schlag: Richter war kein Verrückter, der nur an eine obskure Theorie glaubte. Er war ein gefährlicher Krimineller, dessen Taten reale, verheerende Auswirkungen auf seine Opfer hatten, die weit über das Körperliche hinausgingen. Er entzog ihnen ihre Lebensenergie, beraubte sie ihrer Identität und ihrer Existenz.

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