Chapter 14: Die Verzweiflungstat

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Ihr Bauch bewegte sich in der Leichenhalle — Dann enthüllte ein altes Kassenbuch die dunkle Wahrheit über ihren Bruder und unser Nachkriegserbe

Chapter 1: Die Tote bewegte sich

Chapter 2: Die eilig verschlossene Tür

Chapter 3: Werners kalte Drohung

Chapter 4: Die unsichtbaren Fäden

Chapter 5: Martas Erinnerung

Chapter 6: Das verstaubte Archiv

Chapter 7: Ein Lichtblick im Dunkeln

Chapter 8: Der versteckte Schatz

Chapter 9: Notars Grubers Besuch

Chapter 10: Die Spur des Geldes

Chapter 11: Meiers Entdeckung

Chapter 12: Die Gerüchteküche

Chapter 13: Martas mutige Unterstützung

Chapter 14: Die Verzweiflungstat

Chapter 15: Dr. Richters Geheimnis

Chapter 16: Klaras Geständnis

Chapter 17: Die letzte Vorbereitung

Chapter 18: Die Entlarvung im Amtsgericht

Chapter 19: Der Fall und die Folgen

Chapter 20: Ein neuer Sonntag

Werners Verleumdungskampagne und Martas öffentliche Unterstützung hatten eine Kettenreaktion ausgelöst. Die Ermittlungen von Inspektor Meier schritten voran, und Notar Grubers Verwicklung wurde immer deutlicher. Werner war in die Enge getrieben, und seine Reaktion war eine Verzweiflungstat.

Einige Tage später erhielt ich einen offiziellen Brief vom Amtsgericht. Er war versiegelt und trug das Wappen der Stadt. Mein Herz pochte, als ich ihn öffnete.

Es war eine Ladung zur Anhörung. Nicht nur zur Testamentsgültigkeit, sondern auch zu meiner eigenen Zurechnungsfähigkeit. Werner hatte bei der Staatsanwaltschaft eine eidesstattliche Erklärung vorgelegt.

Er stellte mich darin als psychisch instabil und paranoid dar, als einen Mann, der von Kriegstraumata geplagt war und die Realität nicht mehr von seinen Wahnvorstellungen unterscheiden konnte. Er beantragte eine gerichtliche Überprüfung meiner Zurechnungsfähigkeit.

Mein Blut gefror in meinen Adern. Werner versuchte, mich für verrückt zu erklären, um mich von jeglichen Erbschaftsansprüchen auszuschließen und die Ermittlungen zu stoppen. Er wollte meine Stimme vollständig zum Schweigen bringen.

Ich las die Worte immer wieder, doch ihre Grausamkeit änderte sich nicht. Er nutzte meine Schwäche, meine Verletzlichkeit, meine Erfahrungen als Kriegsheimkehrer gegen mich. Es war ein abscheulicher Angriff auf meine Persönlichkeit.

Ich spürte, wie die Wut in mir aufstieg, heiß und unkontrollierbar. Dies war der tiefste Punkt seiner Boshaftigkeit. Er wollte mich nicht nur finanziell ruinieren, sondern auch meine Ehre und meinen Verstand zerstören.

Ich suchte sofort Dr. Richter auf. Sie las Werners Erklärung mit ernster Miene. Ihr Gesicht zeigte Abscheu.

„Das ist ein klassischer Versuch, Sie zu diskreditieren, Herr Becker“, sagte sie.

Sie legte das Dokument auf ihren Schreibtisch. Der Ton war klar und fest.

„Er versucht, Sie als unzurechnungsfähig darzustellen, um Ihre Aussagen ungültig zu machen und Sie aus dem Erbe auszuschließen.“

Ich nickte. Ich wusste, dass das sein Plan war. Aber die öffentliche Anhörung würde auch eine Chance sein.

„Was können wir dagegen tun?“, fragte ich.

Dr. Richter sah mich direkt an, ihre Augen strahlten Entschlossenheit aus.

„Wir werden ihn mit der Wahrheit konfrontieren. Und wir werden Ihre Glaubwürdigkeit verteidigen.“

Sie erklärte mir, dass sie als Zeugin aussagen würde. Sie würde ihre medizinischen Beobachtungen zu Elises Tod und ihre Unterstützung für meine Aussagen vor Gericht darlegen.

„Ich werde bezeugen, dass Sie bei vollem Verstand sind“, sagte sie.

Ihre Worte gaben mir Halt in dieser stürmischen Zeit. Ich war nicht verrückt, und Dr. Richter würde dies vor Gericht bestätigen.

„Inspektor Meier wird ebenfalls aussagen“, fuhr sie fort.

„Er wird die Beweise vorlegen, die er gegen Gruber und Werner gesammelt hat. Das Kassenbuch, die verdächtige Geldtransaktion.“

Die Schachfiguren wurden auf dem Brett platziert. Werner hatte einen verzweifelten Zug gemacht, aber wir waren bereit, ihn zu kontern.

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