Chapter 16: Klaras Geständnis

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Ihr Bauch bewegte sich in der Leichenhalle — Dann enthüllte ein altes Kassenbuch die dunkle Wahrheit über ihren Bruder und unser Nachkriegserbe

Chapter 1: Die Tote bewegte sich

Chapter 2: Die eilig verschlossene Tür

Chapter 3: Werners kalte Drohung

Chapter 4: Die unsichtbaren Fäden

Chapter 5: Martas Erinnerung

Chapter 6: Das verstaubte Archiv

Chapter 7: Ein Lichtblick im Dunkeln

Chapter 8: Der versteckte Schatz

Chapter 9: Notars Grubers Besuch

Chapter 10: Die Spur des Geldes

Chapter 11: Meiers Entdeckung

Chapter 12: Die Gerüchteküche

Chapter 13: Martas mutige Unterstützung

Chapter 14: Die Verzweiflungstat

Chapter 15: Dr. Richters Geheimnis

Chapter 16: Klaras Geständnis

Chapter 17: Die letzte Vorbereitung

Chapter 18: Die Entlarvung im Amtsgericht

Chapter 19: Der Fall und die Folgen

Chapter 20: Ein neuer Sonntag

Einige Tage vor der Anhörung erhielt ich einen Anruf von Dr. Richter. Ihre Stimme war gedämpft, aber aufgeregt.

„Schwester Klara möchte Sie treffen, Herr Becker“, sagte sie.

Mein Herz machte einen Sprung. Das war die Nachricht, auf die ich gewartet hatte.

„Sie hat sich entschieden, zu sprechen. Ihr Gewissen lässt sie nicht mehr schlafen.“

Ich spürte eine Welle der Erleichterung, die durch mich strömte. Schwester Klara hatte den Mut gefunden, die Wahrheit zu sagen.

Wir trafen uns in einem kleinen, abgelegenen Park. Die Herbstsonne schien durch die kahlen Äste der Bäume, aber die Luft war kühl. Schwester Klara saß auf einer Bank, ihr Gesicht war blass, und ihre Hände zitterten.

Sie war eine junge Frau, kaum älter als Elise, mit müden Augen und einer Aura der Angst. Sie trug ihre Krankenschwesteruniform, die an Elises letzten Tage erinnerte.

Ich setzte mich ihr gegenüber. Sie vermied zunächst meinen Blick, ihre Augen huschten über den Boden. Sie war sichtlich angespannt.

„Schwester Klara“, sagte ich leise.

Sie sah mich an, ihre Augen füllten sich mit Tränen.

„Herr Becker, es tut mir so leid“, flüsterte sie.

Ihre Stimme war belegt, fast unverständlich. Sie schien von Schuldgefühlen geplagt zu sein.

„Ich hätte damals etwas sagen müssen. Aber ich hatte solche Angst.“

Sie brach in Tränen aus, ihre Schultern zuckten. Ich reichte ihr ein Taschentuch.

„Erzählen Sie mir, was passiert ist“, sagte ich sanft.

Sie wischte sich die Tränen ab und atmete tief durch. Es war klar, dass es eine enorme Anstrengung für sie war, zu sprechen.

„Werner Brandt war oft im Krankenhaus“, begann sie.

Ihre Stimme war nun etwas fester, aber immer noch zitternd. Sie schilderte die Ereignisse, die zu Elises Tod führten.

„Er hat die Ärzte unter Druck gesetzt, damit sie die Einäscherung schnell genehmigen.“

Sie bestätigte, was Dr. Richter bereits vermutet hatte. Werners Hast war kein Zufall gewesen.

„Elise ging es an dem Tag, an dem die Komplikationen auftraten, noch einigermaßen gut. Sie war schwach, ja, aber nicht hoffnungslos.“

Die Worte trafen mich tief. Elise hätte gerettet werden können.

„Doch dann verschlechterte sich ihr Zustand rapide. Eine innere Blutung, ausgelöst durch die Schwangerschaft.“

Eine behandelbare Komplikation, genau wie Dr. Richter es gesagt hatte.

„Der diensthabende Arzt, Dr. Hofmann, wollte ihr sofort eine dringend benötigte Behandlung verabreichen. Eine Transfusion, um die Blutung zu stoppen.“

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